backstage-Ausstellung - Astrid Köppe


ASTRID KÖPPE

Wenn Sie vor zwei Monaten die Ausstellung von Astrid Köppe verpasst haben: in einer kleineren backstage-Ausstellung eröffnet sich in den Räumen der Galerie die erneute Möglichkeit, eine Entdeckungsreise in die schier endlose Enzyklopädie berueckender Phantasieorganismen Astrid Köppes zu unternehmen.

Die Ausstellung ist vom 14. November bis 2.Januar 2021 geöffnet.

Die Galerie Wichtendahl zeigt onstage‚ ‚avis-à-vis‘, ESTHER GLÜCK I ANNETTE MEINCKE-NAGY


o.T. (Z20_071), 2020, Aquarell auf Papier, 29,7 x 21 cm



Die wundersamen Din A 4 - Zeichnungen von Astrid Köppe wirken wie Seiten aus Expeditionstagebüchern, aufgeblättert, auseinandergenommen und bald auf den Wänden der Galerie im Spiel des Zueinanders verteilt. Und sie sind, wie wir wissen, der Phantasie der Künstlerin entsprungen. Natürlich gewachsene Formen, bis auf Ursprünge reduziert, besetzt sie rhythmisch neu mit eng und weit gesetzten Strichen, mit großen und kleinen Punkten, die leicht fließend oder kräftig gewählt sind. Mit der Klaviatur des Zeichnens - zusammen mit markanten, meist kräftigen Farbsetzungen - bringt sie überraschende neue Existenzen hervor, eine folgt der anderen; über die Jahre hinweg endlos in ihren einzelnen Erscheinungen auf den besagten Blättern. Man wird zum Beobachter einer künstlerischen Amöbenwelt von schier unerschöpflicher Gestaltwerdung, deren irritierendes, teils bizarres Anderssein zugleich oft genug mit einem Augenzwinkern unterlegt scheint und so zu einer Entdeckungsreise eigener Art einlädt.

Astrid Köppe, lebt seit 2001 in Berlin; 1992–99 Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Diplom + Meisterschüler; 1974 geboren in Köthen / Anhalt; Einzelausstellungen (Auswahl): 2020 konfabulasi, Gallery Sekiryu, Minami Aoyama, Minato-ku, Tokyo,JP; Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2019 untitled (untitled) (mit Lukas Troberg), LAGE EGAL, Berlin; pretty shiny stuff, Galerie Carolyn Heinz, Hamburg; konfabulasi, LostGens Art Space, Kuala Lumpur, MY; 2016 Fusiform, Galerie Carolyn Heinz, Hamburg; Astrid Köppe – New Work, Gallery Joe, Philadelphia, USA; 2013 Pareidolia, galerie weisser elefant, Berlin; 2012 Bakemono, fruehsorge contemporary drawings, Berlin; 2011 100 Drawings, Young Eun Museum for Contemporary Art, Gwangju-si, KR; 2010 Weiße Ware, Kunstverein Heppenheim; it’s a flat world, fruehsorge contemporary drawings, Berlin; 2009 brandneu, galerie weisser elefant, Berlin (K) Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl): 2017 Paradigmes indécis, Goethe Institut Paris, FR; 2016 Zeichnungsräume/Drawing Rooms, Hamburger Kunsthalle, Hamburg (K); 2013 Vielleicht sehe ich auch zu tief in die Dinge hinein, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck; 2012 Berlin.Status (1), Künstlerhaus Bethanien, Berlin (K); 2009 junger westen 2009, Kunsthalle Recklinghausen (K); 2008 In 7 Feldern. Stipendiaten der Akademie der Künste 2007, Akademie der Künste, Berlin; Öffentliche Sammlungen: Kupferstichkabinett Berlin; Berlinische Galerie, Berlin; Kunsthalle Hamburg, Kupferstichkabinett







SCHULTERBLICK 40! vom 6.10.2020 bis zum 6.11.2020


SCHULTERBLICK 40!

6.10.2020 - 6.11.2020

4 Jahrzehnte Galeriearbeit – ein langer Weg mit ungezählten Ausstellungen bis zur heutigen Zeichnungsgalerie in der Carmerstraße in Berlin. Jede Ausstellung war und ist eine neue spannende und zugleich freudvolle Herausforderung.

Mitte der 80er Jahre in der Zeit der Galerie Rotunde im Alten Museum geriet ich in den Bann des Mediums Zeichnung durch die Kunst meiner Generation, die - als Reaktion auf die Haltungen der sogenannten Ostberliner Malerschule - zunehmend mit abstrakten Formen auf Papier experimentierte.

Mit Werken von Joachim Böttcher, Volker Henze, Hanns Schimansky, Harald Toppl wurde ich nur drei Monate nach dem 9. November 1989 als Kunsthistorikerin Teil der großartigen Ausstellung in Paris in der Grand Halle de la Vilette: L’autre Allemagne hors les murs.

Bald darauf eröffnete ich in den Hackeschen Höfen eine neue Galerie. Es begann hier eine fruchtbare und erfahrungsreiche Zusammenarbeit mit dem Galeristen Rainer Borgemeister (1953 – 2001). Meine Sicht und mein Programm öffneten sich durch neues visuelles Erleben und damit verschränkten Erkenntnissen.

Was gab und gibt es nicht alles zu sehen:

Wegweisend waren für mich die weltoffenen Zeichenwelten des schwedischen Künstlers Curt Asker, die klar durchkomponierten schwarz-weißen Papierobjekte von Claudia Busching, die faszinierenden Rauminstallationen mit Alltagsmaterialien von Bernhard Garbert, Hanns Schimanskys Zeichnungen und Faltungen mit jenen ahnungsvollen Denkräumen, in denen die Phantasie sich auslebt, die malerisch anmutenden Großformate auf Rollenpapieren von Frank M. Zeidler und die farbigen Sounds von Eric de Nie sowie Volker Henze.

Fortan konzentrierte ich mich im Programm noch stärker auf lineare Formgebungen in der Zeichnung: Doppellinien ohne Anfang und Ende bei Christiane Schlosser, introvertierte Eigenwilligkeit bei Marlies Appel, opake Kugelschreiber-Gevierte bei Frank H. Taffelt, radikale Linienbegegnungen in tiefstem Schwarz bei Sam Szembek, sich ins Blatt grabende Graphit-Sonden bei Dorothee Rocke, die raumbewusst gesetzte Linie bei Beate Terfloth, Ronald Normans gesammelte Gedanken-Zeichen aus Amsterdam, die Meisterschaft von Verdichtung und Öffnung in Bildräumen von Eve Aschheim aus New York. Dies alles sind künstlerische Positionen, die ausschließlich im Medium Zeichnung sedimentierte Erfahrungen und Zweifel aufscheinen lassen.

Ende der sogenannten Nullerjahre stoßen junge Zeichner hinzu, vorwiegend Absolventen der Weissensee Kunsthochschule Berlin. Heute in der Carmerstraße 10, in der die Galerie seit fast 10 Jahren beheimatet ist, stehen Hanna Hennenkemper, Kazuki Nakahara, Johannes Regin, Yvonne Andreini und Alexander Klenz auf der Künstlerliste.

Ab 2017 erweitern und bereichern die subtilen Blätter von Malte Spohr, die seriellen Zufallszeichnungen von Bettina Munk, eine schier endlose Enzyklopädie berückender Phantasieorganismen bei Astrid Köppe und die immer wieder aufs Neue überraschenden Monotypie-Faltungen von Thomas Gosebruch das Programm.

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Uli Seitz (Galerie Seitz & Partner) in der Carmerstraße, läuft jetzt seit 5 Jahren das Zusammenspiel mit der Galerie Wichtendahl. Cornelia Wichtendahl ist eine sehr enge Mitstreiterin in Sachen Papierarbeiten. Aus dem Programm ihrer Galerie habe ich für die backstage Ausstellung Arbeiten von Katrin Günther, Rosa M.Hessling, Annette Schröter, Eva Walker und Reinhard Wöllmer ausgewählt.


Mein Dank gilt allen Künstler*innen, auch den ungenannten, den Kurator*innen und Sammler*innen sowie all jenen, die meine Zeichnungswege in den 40 Jahren begleitet und unterstützt haben.

Eine Eröffnungsfeier der Ausstellung wird bedingt durch die derzeitige Situation nicht stattfinden. Folgen Sie bitte den Linien aus 4 Jahrzehnten während der Laufzeit der Ausstellung vom 6.10. bis 6.11.2020.




Hanns Schimansky, o.T., 1990, 52 x 42 cm




Bernhard Garbert, Endlose Linie, 2008, Rauminstallation (Ausschnitt)




Curt Asker, Atelierfoto, um 1989




Christiane Schlosser, Naturstudie, 2018130 x150 cm (Ausschnitt)




Eve Aschheim, Jet-Lack, 2012, 41 x 30 cm




Kazuki Nakahara, o.T., 2019, 60 x 50 cm




Sam Szembeck, o.T., 2004, 40 x 50 cm




Hanns Schimansky, o.T., 2020, 51x 61cm







Spontaneous Paradise vom 21.8. bis zum 26.9.2020


ASTRID KÖPPE


o.T. (Z19_142), 2019, Aquarell auf Papier, 29,7 x 21 cm



Sie sind zur Ausstellung Spontaneous Paradise vom 21.8. bis zum 26.9.2020 herzlich eingeladen.

Während des Kunst Weekends Berlin wird Astrid Köppe am Samstag, 12 September 2020, 15 – 18 h zum Meet the Artist zusammen mit Katrin Günther und Cornelia Wichtendahl in der Galerie vor Ort sein.

Die wundersamen Din A 4 - Zeichnungen von Astrid Köppe wirken wie Seiten aus Expeditionstagebüchern, aufgeblättert, auseinandergenommen und bald auf den Wänden der Galerie im Spiel des Zueinanders verteilt. Und sie sind, wie wir wissen, der Phantasie der Künstlerin entsprungen. Natürlich gewachsene Formen, bis auf Ursprünge reduziert, besetzt sie rhythmisch neu mit eng und weitgesetzten Strichen, mit großen und kleinen Punkten, die leicht fließend oder kräftig gewählt sind. Mit der Klaviatur des Zeichnens - zusammen mit markanten, meist kräftigen Farbsetzungen - bringt sie überraschende neue Existenzen hervor, eine folgt der anderen; über die Jahre hinweg endlos in ihren einzelnen Erscheinungen auf den besagten Blättern. Man wird zum Beobachter einer künstlerischen Amöbenwelt von schier unerschöpflicher Gestaltwerdung, deren irritierendes, teils bizarres Anderssein zugleich oft genug mit einem Augenzwinkern unterlegt scheint und so zu einer Entdeckungsreise eigener Art einlädt.

Die einzelnen Zeichnungen der Ausstellung können Sie auch unter https://ausstellung-kondeyne.astridkoeppe.de/ betrachten.


Astrid Köppe, lebt seit 2001 in Berlin; 1992–99 Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Diplom + Meisterschüler; 1974 geboren in Köthen / Anhalt; Einzelausstellungen (Auswahl): 2020 Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2019 untitled (untitled) (mit Lukas Troberg), LAGE EGAL, Berlin; pretty shiny stuff, Galerie Carolyn Heinz, Hamburg; konfabulasi, LostGens Art Space, Kuala Lumpur, MY; 2016 Fusiform, Galerie Carolyn Heinz, Hamburg; Astrid Köppe – New Work, Gallery Joe, Philadelphia, USA; 2013 Pareidolia, galerie weisser elefant, Berlin; 2012 Bakemono, fruehsorge contemporary drawings, Berlin; 2011 100 Drawings, Young Eun Museum for Contemporary Art, Gwangju-si, KR; 2010 Weiße Ware, Kunstverein Heppenheim; it’s a flat world, fruehsorge contemporary drawings, Berlin; 2009 brandneu, galerie weisser elefant, Berlin (K), Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl): 2017 Paradigmes indécis, Goethe Institut Paris, FR; 2016 Zeichnungsräume/Drawing Rooms, Hamburger Kunsthalle, Hamburg (K); 2013 Vielleicht sehe ich auch zu tief in die Dinge hinein, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck; 2012 Berlin.Status (1), Künstlerhaus Bethanien, Berlin (K); 2009 junger westen 2009, Kunsthalle Recklinghausen (K); 2008 In 7 Feldern. Stipendiaten der Akademie der Künste 2007, Akademie der Künste, Berlin; Öffentliche Sammlungen: Kupferstichkabinett Berlin; Berlinische Galerie, Berlin; Kunsthalle Hamburg, Kupferstichkabinett, Preise + Stipendien: 2011/12 Residenzstipendium, Lost Generation Space / Goethe Institut, Kuala Lumpur, MY; 2011 Residenzstipendium, Young Eun Museum for Contemporary Art, KR; 2010 Residenzstipendium, Lost Generation Space / Goethe Institut, Kuala Lumpur, MY; Preisträgerin; 2007 Stipendium Junge Akademie, Akademie der Künste Berlin; 2000 Jahresstipendium Künstlerhaus Meinersen; 1999 Preisträgerin Kunstpreis „Kunst am Wasser”, Gifhorn

Im Zusammenspiel zeigt die Wichtendahl Galerie Spontaneous Paradise mit Katrin Günther






© 2009 - Galerie Inga Kondeyne