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Galerie Inga Kondeyne

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Konrad Wohlhage

URBAN LANDSCAPE 4, 2005,
Acryl auf Pappe, 70 x 50 cm

Foto: Gitty Darugar, Paris

NEEDLEWORKS 7 (Detail), 2005,
Acryl auf Hartfaser, 70 x 90 cm
Rückwärts begriffen ist Konrad Wohlhage seit seinem Architekturstudium Architekt und Künstler, Künstler und Architekt. Seine Zeichnungen und Bilder waren bisher öffentlich kaum zu sehen. In der offiziellen Biografie von Konrad Wohlhage kann man lesen, wo und wann er geboren ist ( 1953 in Münster), wo und wann er Architektur studiert hat ( 1975-78 TU München, 1978-83 TU Delft/NL), welche architektonisch sehenswerten Gebäude in den letzten 20 Jahre ihm zuzuschreiben sind und die zahlreichen Preise, die er in Anerkennung seiner Arbeit erhalten hat, aber kein Hinweis auf seine künstlerische Arbeit. (www.leonwohlhagewernik.de) Allerdings ist eine Architekturzeichnung von ihm in der ständigen Sammlung der Berlinischen Galerie ausgestellt und es gab es zwei Aufsätze von Konrad Wohlhage zum lesen: ‘Striche sind Worte’(2001 Baumeister’ I) und ‘Ich war der Goldschmied meiner Ketten’ illustriert mit Zeichnungen von ihm.

2005 die Überraschung einer ersten Einzelausstellung: ‘orbis lineatus‘ - in der Galerie Inga Kondeyne.

Der Architekt in ihm hat unzählige, scheinbar greifbare Linienkombinationen gespeichert. Vom Kopf über die Hand (Konrad Wohlhage schreibt sich Telefonnummern, Namen, Worte in die Innenhand, um sie nicht zu vergessen) aufs Papier. Das unverhoffte Zusammenführen von handgezeichneten Linien erfüllt sich als sinnliches Erlebnis. Hier ist der Ort der Konzentration, der zur eigenen Orientierung führt. Er findet Linienverbindungen die füreinander bestimmt zu sein scheinen, das Abenteuer eines mehrdeutigen Miteinanders zu versuchen. Ein und dieselbe Geschichte geht weiter, Bild für Bild, bis sie von einer anderen Bildkombination erneuernd abgelöst wird. Das Wiederholen ist nicht die Wiederkehr des Gleichen, er lotet Rhythmen seiner Linienspuren aus und die Tonabfolgen seiner Untergründe. Auf Letztere, ihr farbig vermischtes Eigenleben in Weißblaugrau, Weißrotgrau, Gelb, Grüngelb, fällt der zweite Blick, bei dem man vom Künstler erschaute Berliner Luftbilder zu erkennen glaubt.

Konrad Wohlhage hat sein Linienziehen verlangsamt - hinausgezogen in eine andere Dimension. Linienziehen gegen den Widerstand seiner eingestrichenen Untergründe. Er legt die Striche geradezu frei als helle Liniengebilde über seine malerisch bewegten Flächen. Linien, täglich wieder und wieder herauskratzen, neu verbinden, sie prägen ihm seinen eigenen Rhythmus auf. Zeit scheint sich endlos zu entwickeln und der heutigen computerbesetzten Hochgeschwindigkeit zuwiderzulaufen. Nachvollziehbaren Zeichen nachzusehen ist anachronistisch ? Konrad Wohlhage verschenkt Zeit.



WALLPAINTING 8, 2005,
Acryl auf Hartfaser, 100 x 120 cm





Konrad Wohlhage ist am 28.9.2007 verstorben. Der Katalog zur Ausstellung, in der er Zeichnungen aus den Jahren 2006/7 zeigte, ist weiterhin in der Galerie zum Preis von 19 € erhältlich.



Konrad Wohlhage is since his study of architecture architect and artist, artist and architect. His drawings and pictures were not to see public by now. We can read in his official biografie, who and when he was born (1953 in Münster), who and when he studied architecture (1975-78 TU München, 1978-83 TU Delft/NL), which worth seeing buildings were from him and which large numbers of prizes he got. But no information about his artwork. By the way, thre were two articles by Konrad Wohlhage ’Lines are words’ and ’I was the goldsmith of my chains’. They were illustrated with drawings by Konrad Wohlhage.

The suprise is now 2005, he has an own exhibition with art in the Galerie Inga Kondeyne from 2. september till 6. october 2005. It will be a concentrate show with drawings and pictures from 2004/2005.

   
TRANSITION 3, 2004,   
Bleistift auf Papier, 70 x 101 cm   
   
   TRANSITION 2 (Detail), 2004,
   Bleistift auf Papier, 70 x 101 cm
   
WALLPAINTING 4, 2004,   
Acryl auf Papier, 45 x 62 cm   
   
   NEEDLEWORKS 5, 2005,
   Acryl auf Papier, 70 x 70 cm