Information zur nächsten Ausstellung



Nach der Sommerpause startet die Galerie Marianne Grob mit einer Ausstellung von Urs Jaeggi danach lade ich Sie ab 3. Oktober ein zu einer

PENCILPARTY
( 30 Jahre - jetzt )

mit Zeichnungen von:

Roger Ackling
Eve Aschheim
Curt Asker
Ka Bomhardt
Annett Fay
Bernhard Garbert
Jens Hanke
Hanna Hennenkemper
Alexander Klenz
Jürgen Köhler
Kazuki Nakahara
Eric de Nie
Dorothee Rocke
Hanns Schimansky
Christiane Schlosser
Sam Szembek
Frank Taffelt
Beate Terfloth
Konrad Wohlhage






Ausstellung - vom 11. Juni 2010 bis zum 24. Juli 2010

BEATE TERFLOTH




175 cm x 195 cm     Detail



GRAPHEN


Ausstellungseröffnung: 11. Juni 2010, 19-21 Uhr 11.6.2010 – 24.7.2010


Beate Terfloth, 1958 in Hongkong geboren, Kindheit in verschiedenen Ländern Asiens und in Angola, studierte an der HdK Berlin bei Johannes Geccelli und der Kunstakademie München bei Günter Fruhtrunk. Nach dem Studium lebt sie sechs Jahre lang in Rom und lehrt vier Jahre lang am National College of Arts in Lahore in Pakistan. Seit 1999 lebt sie hauptsächlich in Berlin und fährt regelmäßig nach Lahore. 2007 organisierte sie “Correspondence” einen Trialog durch Arbeiten von Studierenden in Lahore, Harvard und der HfK Bremen. Seit 2009 ist sie Professorin für Zeichnung und Grafik an der Universität Mozarteum in Salzburg.

Einzelausstellungen (Auswahl)

2009 meet you at the corner, Wandzeichnung, Galerie Kunstwerk, Salzburg
of his bones are corral made, Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart
2007 Terre à l’amande, Grange House, Guernsey, Channel Islands, UK
2006 Chennai New Delhi Gadani Lahore Chilas – Beate Terfloth Drawings, Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart
2004 In großer Angst geschrieben, Separate Media Projekt für zeitgenössische Komposition, Kunst und Tanz. Tafelhalle Nürnberg, BKA Berlin und Neues Museum in Nürnberg
2002 Allah-o-Akbar, basement 11, Galerie Markus Richter, Berlin
Three walls, Galerie i8, Reykjavik, Island und Galerie Michael Zink, München (mit Sabine Funke und Ragna Robertsdottir)
2001 Kreisen, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe und Museum Goch
2000 You are my life, Lakshmi Chawk, Lahore (Pakistan)
1999 Zeichnung heute, Kunstmuseum Bonn (mit Katharina Hinsberg und Andrea Zaumseil)
1994 Alkoven, Kunstwerke, Berlin
Wand/Zeichnung, Akademie der Künste, Galerie am Pariser Platz, Berlin
1991 Beate Terfloth, Kunsthalle Nürnberg
1990 Room/Drawing, Nexus Contemporary Arts Center, Atlanta, Ga.
1988 Beate Terfloth – Grenzsituationen, Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach




Beate Terfloth ist gleichzeitig an verschiedenen Orten zuhause. Zur Zeit pendelt sie zwischen Berlin und Salzburg, wo sie an der Universität Mozarteum Professorin für Zeichnung ist, und Lahore, wo sie am Masters Program des National College of Arts lehrt. Während ihres Studiums an der Hdk Berlin verbrachte sie die Semesterferien in der Kunstszene von Lahore und dem National College of Arts und studierte in zwei damals zueinander widersprüchlichen Kunstdefinitionen. To speak another language enables you to recognize the limitations of your own. sagt Mark Tully in Something Understood im BBC am 30.05.2010. Beate Terfloths Arbeit befragt diese Sprach- und Wahrnehmungsgrenzen.

Im Sommer 2009 kommt sie im abseits gelegenen, ruhigen Atelier in Berlin ins intensive Zeichnen. Eine junge Mathematikerin hatte sie mit Blättern voller ungelenker zeichenhafter Gebilde künstlerisch herausgefordert – es waren Versuche der Forscherin, sich mit einem Abbild von etwas Unabbildbarem (nämlich rein Abstraktem) zu nähern, um es begreiflicher zu machen. Auf den ersten Blick wird für jeden Betrachter deutlich: Hier ist kein fließender Denkprozess ablesbar, sondern ein aneinander gereihtes Erkennen linear addiert. Beate Terfloth, die in ihrer Arbeit immer wieder auf abstrakte Raum/Zeitliche islamische Ornamente zurückgreift, ist fasziniert von der Komplexität dieser zeichnerischen Versuche und erkennt ornamentale Grundmuster durch Nachzeichnen und gleichzeitig damit verbundenem Nachsinnen. Sie nähert sich dem verborgenen, tiefen Natur- und Gedankengehalt an und übersetzt den Denkprozess in ihre eigene Sprache: sichtbares Verlebendigen von schon Gedachtem. Beate Terfloth nimmt die Linien in ihrem Verlauf auf, erspürt ihr Potenzial und monumentalisiert ihn. Beim Zeichnen legt sie ein Papierblatt willkürlich an das andere; unterschiedlich in den Weißtönen und im Format. Verspannte, kristallin anmutende Liniengebilde entstehen, die das forschende Denken und sein Aufzeichnungsmaterial (vier Farbstifte und ökologisches A4 Papier) in ein Zueinander von Papieren und Linien im Raum übersetzen. In der Installation der Künstlerin an der Wand der Galerie entwickeln die Papiere ein eigenes Zueinander. Da diese Blätter nicht flach zweidimensional in Rahmen gepresst sind, können sie sich wölbend oder aufflatternd im konkreten Raum bewegen und räumliches Denken provozieren.

Beate Terfloth war, trotz ihrer jahrelangen Aufenthalte in Rom und Pakistan, seit 1979 auch immer wieder in Berlin anwesend. Ihr Atelier am Käutzchensteig ist von märkischer Natur umgeben. Außenwelt und Innenwelt sind dort durch ein riesiges Fenster getrennt. Es scheint ein guter Ort für Zurückkommen und Verweilen (Berlin–Salzburg–Berlin) zu sein und ein Komplementär zu den Kunstzentren in Berlin-Mitte. Auf dem Fensterbrett des Ateliers liegen seit Langem hauchdünne Baumborkenblätter ausgebreitet. Hier versammelt, sind sie Symbole für flexible Veränderungen; in zwischenzeitlichen Stadien scheinen die Rinden fremder Haut zu gleichen. Sie boten Beate Terfloth, die bekannt ist für ihren sparsamen Einsatz von Linien, Anlass für eine überraschend dichte, kleine Zeichnungsserie mit farbigen Überlagerungen: akribisches Beobachten, Nachzeichnen und farbiges Verdichten, gefolgt vom Aufschlüsseln veränderter Abschnitte, um in den Schwingungszuständen Topografisches zu finden.

Neben dieser Ortung erkundet sie im Februar 2010 in Lahore die zeichnerische Übersetzung des Übergangs nach Außen, den das Fenster ihrer Wohnung bildet. Innen- und Außenraum, das Äußere und das verdeckte Innere sind starke Gegensätze in Pakistan. Hier sind eine verstaubte Scheibe, in der sich die Sonne bricht, ein Moskitonetz und ein ornamentales Gitter Schichtungen dieses Grenzübergangs.

Dem Betrachter ihrer verschiedenen Arbeitsgruppen erschließt sich oft nicht sofort, was ist offen, was ist geschlossen, was führt über Bildgewissheit hinaus. Eigene Sicht muss mobilisiert werden.



Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel 030/25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Ausstellung - vom 05. März 2010 bis zum 17. April 2010


UNA H. MOEHRKE








Die Ausstelung läuft vom 05.03.2010 bis zum 17.04.2010








H. FRANK TAFFELT



Una H. Moehrke, 1953 geb. in Hannover, studierte Freie Malerei an der UdK Berlin und Kunstgeschichte an der FU Berlin; seit 1994 Professur an der Burg Giebichenstein in Halle. Einzelausstellungen (Auswahl): Sprengelmuseum Hannover, „Kein Blatt wie das andere“, 1984; Neuer Berliner Kunstverein und Overbeckgesellschaft Lübeck, „Narziß und die Kunst – Liebe“, 1987; Fassbender Gallery, Chicago, „Drawings“, 2000; Kunstverein Unna, „Interfacial Self“ 2001; Märkisches Museum, Berlin, 2005 und Kunstverein Leipzig, 2006; „erscheinen und verschwinden“; Schloss Wiepersdorf und Gleimhaus Museum Halberstadt „ Präsenz und Repräsentanz“, 2001, 2007; Museum Abtei Liesborn, Städtische Galerie Schloss Wolfsburg, 2008,2009, „Weiß sehen, Bleistift, Buntstift & so weiter“. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und Halle.

Una H. Moehrke lernte ich zunächst als Zeichnerin kennen. Auf weißen Papieren höhen Bleistiftspuren, zeichenhafte Fragmente des Alltäglichen und collageartige Überlagerungen ein weit flutendes Weiß. In ihrem Arbeitsraum hat sie die Wände vor Kurzem mit Bleistift bezeichnet. Sie folgt spontan dem ästhetischen Reiz der Grafitlinien bis unter die Decke. Ihre Linien verdichten sich rhythmisch strukturiert und laufen irgendwo im Weiß der Wand ins Nichts. Auch im Maleratelier nebenan erklimmen ihre Bleistiftlinien die Wände – ein installatives Zeichnen, das Moehrke mit farbig verdichteten Markierungen reizvoll austastet. Mit großem Selbstverständis behaupten sich kleine, farbige Leinwandbilder in der Wandzeichnung. Die neuen großformatigen Bilder, die Una H. Moehrkes zum Zeigen hervorholt, übertönen sofort den Zauber der zart wachsenden Lianen an den Atelierwänden durch kräftig aufleuchtende Farbtöne. Wie beim Regenbogen wollen die Augen diesem Phänomen folgen. Una H. Moehrkes klares Farbenspiel verführt zum Einstieg in eine offene, nicht nur leicht daherkommende Welt von Lichtfarben. Diese scheinen ein unabhängiges Leben zu führen. Die Künstlerin weicht ihren Erfahrungsmustern beim Weitermalen aus. Zunächst ist das, was die Zeichnerin und Malerin sich jetzt gestattet, herausfordernd und zugleich für den Moment eine Art Triumph der Farbe.


H. Frank Taffelt,, 1955 geb. in Bautzen; 1974–80 Studium der Klinischen Psychologie an der Humboldt Universität zu Berlin; intensives Zeichnen seit 1980; lebt und arbeitet in Berlin. Ausstellungen: Kunstfaktor, Berlin, „Schweizer Blätter“, 2000, (mit Stefan Kreide ); Galerie Inga Kondeyne, Berlin, 2008‚ „Bleistiftkonzert“.

Von H. Frank Taffelt zieht eine Werkgruppe, die 30 übermalte Postkarten umfasst, im Nebeneinander als weiterführender Strich über die Wände des ersten Galerieraums. Es ist eine Auswahl aus 135 Karten. Fast immer hat der Künstler ein Quadrat, mitunter auch zwei, über das jeweilige Motiv der rechteckigen Karten gezeichnet. Er trägt in Strichlagen eng aneinandergesetzte schwarze Kugelschreiberlinien in mehreren Schichten übereinander auf die bedruckten Oberflächen, bis sie eine durchdichtete Form erhalten. Diese erscheint letztendlich als metallisch, kupfern leuchtende Haut. Sie führt optisch in sphärische Ausdehnungen. Das Postkartenmaterial, es stammt aus dem angesammelten Fundus des Zeichners und verschiedenen Aufenthalten an Orten, wie Venedig, Warschau, Pruno oder Wandlitz. Zu seinem Konzept gehört nach dem Überzeichnen die Selbstzuschickung. Seine Bildpostkarten tragen die Reibungsspuren des Postweges und die Fingerabdrücke der Postzusteller.

Feine Unterschiede in der Reflexion sind zwischen den aufgereihten, ausgestellten Arbeiten erkennbar. Geprägt werden diese durch den tagesbestimmten Auftrag und den Widerstand der Materialoberfläche. Als Betrachter überblickt man im Nacheinander des Abschreitens einen neuen präsenten Zeitablauf. Die dunklen Quadrate leuchten im Licht auf, sie geraten im Zueinander in optische Schwingungen. H. Frank Taffelts Bildlicht provoziert individuelle Sehweisen. Die kleinen ,Reise-Ikonen‘ entstanden neben seiner 53-teiligen „Wochenserie 2009“ und seinen begonnenen „Monatsarbeiten 2010“ – verdichtete ,Ikonen‘ als Gegenüber im quadratischen Format von 84 x 84 cm, gestrichelt in vier Schichten mit schwarzem Kugelschreiber.




Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel +49 30 25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Neue Online-Ausstellungsräume...

Unter www.kunstmatrix.com haben Sie die Möglichkeit sich die Zeichnungsausstellungen 2009 der Galerie Inga Kondeyne in einem Raum virtuell anzusehen. An der Ausstellung "...eine audiotour durch Berlin von Karin Sander" in der Temporären Kunsthalle Berlin sind Aufnahmen von Jens Hanke, Bernhard Garbert, der über die 'Rote Schleife' spricht und Hanns Schimansky 'ich singe jetzt' (Telefonaufnahme) bis zum 10.1.10 zu hören.




Ausstellung - vom 20. November 2009 bis zum 09. Januar 2010


SAM SZEMBEK








Die Ausstelung läuft vom 20.11. 2009 - 09.01.2010








HANNA HENNENKEMPER



Hanna Hennenkemper, 1974 in Flensburg/Schleswig-Holstein geboren, 1998-2001 Grafikklasse der Muthesiusschule/Hochschule für Bildende Kunst in Kiel, zunächst bei Ekkehart Thieme, anschließend bei Uwe Meyer-Weitmar, zusätzliches Zeichenstudium bei Barbara Camilla Tucholski, 2001 Wechsel an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee zu Hanns Schimansky, Gründung der Künstlergruppe „Tennis-Elephant“, Gründungsmitglied der Projektgalerie „Andreas Wendt“, 2007-2008 Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Halle/Saale, Fachbereich freie Kunst/Grafik, Arbeitsstipendium der Aldegrever-Gesellschaft Münster für die Werkstatt Kätelhöhn/Westfalen, 2006 und seit 2008 Lehrauftrag für Druckgrafik an der Kunsthochschule Berlin.

Hanna Hennenkemper ist vielen durch ihre farbig herausfordernden, experimentellen Radierungen bekannt. Darüber hinaus waren ihre zahlreichen, kleinformatigen, poetischen Blei- und Farbstiftzeichnungen selten öffentlich sichtbar. Im Sommer 2009 entstand eine Serie farbiger Zeichnungen im Format 60 x 80 cm, die durch ihre kraftvolle Fülle zum Ausstellen drängt. Der erste Blick auf die Blätter übermittelt sofort: Das sind Hasenohren, Schokoküsse, Löffel, Schwimmwesten und dergleichen. Hanna Hennenkempers Sichtweise ist auf Erkennen gerichtet und zugleich verhüllend - ein bewusstes Spiel mit dem ambivalenten Charakter der Dinge. Die alltägliche Ansicht der Gegenstände in unserer Umgebung stärkt den Glauben an sie; diese vermeintliche Sicherheit eröffnet den Weg zur Poesie der Dinge. Hanna Hennenkemper hat sich einer neuen Beobachtungsperspektive zugewandt - einem rätselhaften, detektivischen und erotischen Begegnen. Auf den alltäglichen Markt der überquellenden Fülle reagiert sie zum einen mit seriellen Aufzählungen oder Doppelungen in ihren Zeichnungen, andererseits fühlt sie sich herausgefordert zu strenger Formung, aus der sie behutsam Körperlichkeit entwickelt. Grüne und blaue Schokoküsse wölben sich als überdimensionale Früchte über verzweigten Linien, oder die „entkleidete“, riesige „Schokolade“ in Rot bietet sich Stück für Stück mit seriell gesetzten Schattenlippen dem optischen Genuss an.


Sam Szembek, 1953 in Memmingen/Iller geboren, hat in Stuttgart von 1974-1976 an der Universität Stuttgart Kunstgeschichte und Philosophie studiert und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart von 1975-1981 Malerei. 1994 Stipendium der Cité Internationale des Arts Paris, 2001 Stipendium am Bemis Center for Contemporary Arts, Omaha/Nebraska. Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg. Lebt in Kirchheim/Teck, Atelier in Ebersbach/Fils. 2007 Stipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel (CH).

Sam Szembek, der klassische Zeichner aus dem Süden Deutschlands, zeigt Arbeiten aus dem Zeitraum von 2008 bis 2009. Wieder baut er mit tiefschwarzen Linien eigene Welten in sich eröffnenden Bildräumen auf. Beim genauen Hinschauen wird sichtbar: Sam Szembeks bevorzugtes Areal - die großen, weißen Papiere - sind neu besetzt. Auserwählte zugeordnete Kohlespuren entstanden aus dem Spannungsfeld des Zeichnens während der vergangenen Monate im Atelier, dem Studio als Gedankenraum, in dem Szembek die tägliche Wiederholung „stupend“, wie er es nennt, pflegt. Die Arbeitstage reihen sich aneinander, tägliche Rituale funktionieren, dann greifen Störungen in die Konzentration ein mit ihrem spannenden Einfluss auf den Rhythmus der Linien in den Zeichnungen. Der Prozess des Setzens und Verwerfens der schwarzen Kohlestriche in ihren Begegnungen untereinander beginnt erneut. Spuren des Zeichnens: Finger-, Untergrund- oder Knetgummiabdrücke schwingen auf weißen Papieren im bevorzugten, in körperlich ausgreifendem Format von 80 x 100 cm mit. Diese Bildformate sind aus Sam Szembeks Sicht - der eines Piloten von Modellflugzeugen - eher klein. Er schult sein Sehen und seine Fingerfertigkeit im Millimeterbereich am Steuerknüppel von Modellflugzeugen. Mit ihrer Hilfe dringt er in den Himmel bis zur Sichtgrenze vor. Als Pilot ist Sam Szembek ein erfahrener Präzisionsarbeiter. Andererseits regt die Modelfliegerei sein abstraktes Denken über Raumverhältnisse an. Die Tiefe des Himmels kann sich niemand vorstellen; aus undefiniertem Raum führt Szembek die Flugzeuge im Landeanflug linear, zielgenau zurück: Spannungsreiche Liniengebilde setzt er präsent als Kohlespur auf das Papier auf.




Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel +49 30 25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Ausstellung - vom 28 August bis zum 27 September 2009


EVE ASCHHEIM








Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag,
dem 28.8.2009, laden wir Sie herzlich ein.

Freitag, 28. August 2009, 19 - 21 Uhr



28. 8. 2009 - 27. 9.2009







KAZUKI NAKAHARA



Please scroll down for english Version, or click here.

Eve Aschheim, 1958 in New York City geboren, studierte an den Universitäten von California, Berkely und Davis. Sie lebt und arbeitet in Manhattan, New York. Die Künstlerin erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, wie z.B. von der Joan Mitchell Foundation, 2008; der New York Foundation for the Arts Fellowship, 1991; der Richard and Hinda Rosenthal Award of the American Academy of Arts and Letters, 1997; Preise der Elizabeth Foundation of Arts, 1997 und der Pollock-Krasner Foundation, 1990 und 2001; der National Endowment for the Arts, 1989. Sie lehrt am Lewis Center der Künste an der Princeton University. Zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, wie z.B. kürzlich im Weatherspoon Museum of Art, Greensboro, N.C.; Lori Bookstein Fine Art, New York City und der Schick Art Gallery, Skidmore College, Saratoga Springs, NY; Judith Rothschild Foundation Contemporary Drawings Collection, Museum of Modern Art, New York.

Anfang 2001 fand in den Galerieräumen am Hackeschen Markt eine Ausstellung in memoriam Rainer Borgemeister statt: "Zeichnungen von Kazimir Malewitsch und Eve Aschheim". Eve Aschheim Überließ einige ihrer Arbeiten dem Hamburger Bahnhof in Berlin zum Gedenken an den Galeristen. Erst jetzt, 2009, erscheint die New Yorker Zeichnerin unangekündigt wieder in der Stadt; eine Folge neuer Zeichnungen ist nun in der Galerie in der Linienstraße zu sehen.

Eve Aschheim hat ihren Platz als Zeichnerin innerhalb der abstrakten Kunst Amerikas seit den 90er Jahren in New York gefunden. Ihre bevorzugten kleinen Formate für die Arbeit sind in diesem Zusammenhang irritierend. Allerdings entwickeln diese kleinformatigen Zeichnungen auf dem WeiÜ der Wände Überraschende Monumentalität. Schon in Aschheims Anfängen charakterisieren Verschränkungen von Räumen und deren Überraschende Öffnung in Zwischenräumen ihre Zeichnungen. Sie bedient sich einfacher zeichnerischer Elemente, um komplexe Strukturen im perspektivischen Bildraum aufzubauen, und destabilisiert sie gleichzeitig wieder. Alles scheint unter der geschichteten, durchlässigen Oberfläche zu schweben. Winzige Spuren, subtile Abstufungen im Weiß oder Schwarz erregen Aufmerksamkeit und ziehen mitunter elementare Veränderungen nach sich. Beim Betrachten vermittelt sich ein langsames, unendliches Wogen von Blatt zu Blatt, verbunden mit meditativer Stille. Das Zeichnen ist Aschheims Möglichkeit, auf die Umwelt und den Zustand des Geistes der Metropole New York zu reagieren. In den Zeichnungen ist darüber hinaus Sehnsucht spürbar, ein Traum davon, irgendwo anders zu sein - vielleicht im fernen Europa, in Berlin?


Kazuki Nakahara, 1980 in Kagawa, Japan, geboren, studierte von 2000 bis 2005 an der Yokohama City University und 2003/04 an der Universität in Wien, seitdem ist er Student an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Beteiligungen an Ausstellungen: Haus der Kunst München, kuratiert durch die münchener secession, München; „sen 2008“, galerie parterre, Berlin; „The 58th KEISEI Exhibition (calligraphy)“, Tokyo Metropolitan Art Museum, Tokyo; „Kazuki Nakahara - Zeichnungen und Radierungen“ (Einzelausstellung), Q-CLUB, Berlin; „Bleistiftkonzert“, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; „Prolog 4“, galerie parterre, Berlin; „Zeichenklasse Plus (Schimansky)“, galerie parterre, Berlin.

Kazuki Nakahara kommt aus der Zeichenschule von Hanns Schimansky. Der gebürtige Japaner erschien 2005 in Berlin, um eigens bei Schimansky zu studieren. Geprägt von der Tradition seiner Familie - Nakaharas Vater ist Kalligraph - eroberte er sich zeichnend europäische Kunst. Schon bald formte er mit beeindruckend genauen Bleistiftstrichen oder Tuschlinien unbeachtete, allt?gliche Zeichen auf weiße Papiere. Zunächst waren es Überdimensionale Zahnbürsten, die im abstrakten Raum tanzten; später erfand er die Mädchenfrisur mit den streng gebundenen, kurzen Zöpfen neu für seine Zeichnungen: Gescheiteltes Haar, an zwei Seiten festgezurrt, wird ein typisches Bildsymbol Kazuki Nakaharas, das er in zahlreichen Variationen frei schwebend in Familienauftritten oder als Einzelform untersucht. Auf jetzt großformatigen, auf dem Fußboden liegenden Papieren zieht er meditativ seine Kreise - Strich für Strich. Nakaharas streng kontrollierte, gebundene Linien, seine Kugelformen, formen sich in unserer Fantasie zu Billardtischen, auf denen um den Scheitel-Award gespielt wird, ziehen über unsere Fensterbretter hinaus und werden zu magischen Himmelskörpern.





English Version:

Eve Aschheim, born in 1958 in New York City, studied at the Universities of California, Berkeley and Davis. She lives and works in Manhattan, New York. Grants and awards, e.g. The Joan Mitchell Foundation, 2008, the New York Foundation for the Arts Fellowship, 1991; the Richard and Hinda Rosenthal Award of the American Academy of Arts and Letters, 1997; as well as awards from the Elizabeth Foundation for the Arts, 1997, and the Pollock-Krasner Foundation, 1990 and 2001, The National Endowment for the Arts, 1989. She is Senior Lecturer in Visual Arts in the Lewis Center for the Arts at Princeton University. Her work has been exhibited at museums and galleries nationally and internationally. Aschheim's most recent solo exhibitions were held at the Weatherspoon Museum of Art, Greensboro, N.C., Lori Bookstein Fine Art, New York City and the Schick Art Gallery, Skidmore College, Saratoga Springs, NY. A group of Aschheim's drawings are part of the Judith Rothschild Foundation Contemporary Drawings Collection, recently donated to the Museum of Modern Art, New York.

In early 2001 a memorial exhibition for Rainer Borgemeister titled "Drawings by Kazimir Malewitsch and Eve Aschheim" was held in the gallery spaces at Hackescher Markt. Eve Aschheim left some of her works to the Hamburger Bahnhof in Berlin in commemoration of the gallerist. It's only now in 2009 that the New York artist is returning to the city and a series of new drawings is being shown in the Linienstraße gallery.

In the nineties, in New York, Eve Aschheim established herself in the realm of American abstract art through her drawing. In this context, the small formats that she prefers to use seem unusual. However, on the white of the gallery walls, the small drawings appear surprisingly monumental.

Since her early works, the interlacing of spaces and their transitions has characterized her drawings. She employs simple drawing elements to build up and simultaneously destabilize complex structures in her perspectival space. Everything seems to float under the layered, permeable surface. Tiny traces, subtle gradations in white or black, command attention and instigate visual adjustments. A slow, infinite resonance communicates from sheet to sheet invoking a meditative silence. Drawing is Aschheim's way of reacting to the environment and spirit of New York. The drawings also reveal traces of a longing, a dream of being somewhere else - perhaps in distant Europe, in Berlin?


Kazuki Nakahara, born in 1980 in Kagawa, Japan studied from 2000?2005 at the Yokohama City University, 2003/04 at the University in Vienna. He has been a student at the Berlin-Weißensee School of Art since then. Nakhara's most recent group exhibitions were held at the big art exhibition in Haus der Kunst Muenchen curated by muenchener secession, Muenchen; Gallery Parterre "sen 2008",Berlin;Tokyo Metropolitan Art Museum "The 58th KEISEI Exhibition (calligraphy)", Tokyo; Q - CLUB "Kazuki Nakahara - Drawings and etchings" (solo exhibition), Berlin, Galerie Inga Kondeyne "Bleistiftkonzert", Berlin; galerie parterre "Prolog 4", Berlin; galerie parterre "Zeichenklasse Plus (Schimansky)", Berlin

Kazuki Nakahara is a graduate of Hanns Schimansky's school of drawing. Born in Japan, he came to Berlin in 2005 to study with Schimansky. Shaped by his family's tradition - his father is a calligraph - he has found a place in European art. With impressively precise pencil lines or ink strokes, he began making intuitive depictions of familiar objects on white paper. First they were oversized toothbrushes that danced in abstract space; later he reinvented the typical young girl's hairstyle - tightly bound, short pigtails. Parted hair tied tightly on both sides is one of Kazuki Nakahara's typical motifs which he investigates in many variations, sometimes floating freely in groups or as an individual form. Now, on large format paper placed on the floor, he meditatively makes circles, stroke by stroke.Nakahara's strictly controlled, linked lines and his spherical shapes, can be transformed in one's fantasies to billiard tables on which the "Parting-Award" is played for, they sweep out over our window sills and become magical heavenly bodies.



Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel +49 30 25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Umbau der Internetpräsens

Sehr geerhte Besucher, in den nächsten Tagen wird es ein paar Umbauarbeiten geben, wir bitten daher kleinere Fehler zu entschuldigen. Planmäßig sollte aber kaum etwas zu bemerken sein.




28. August 2009 Eröffnung der Zeichnungsausstellung:

1. August bis 24. August 2009 Sommerpause

28. August 2009 Eröffnung der Zeichnungsausstellung:

Eve Aschheim, New York



Kazuki Nakahara, Berlin





bis 1. August zusätzlich zur Sommerausstellung der Galerie Marianne Grob

Galerie Inga Kondeyne

Künstler der Galerie: Roger Ackling, Eve Aschheim, Curt Asker, Ka Bomhardt, Bernhard Garbert, Hanna Hennenkemper, Jürgen Köhler, Eric de Nie, Ronald Norman, Dorothee Rocke, Peter Riek, Christiane Schlosser, Hanns Schimansky, Sam Szembek, Konrad Wohlhage

bis 1. August zusätzlich zur Sommerausstellung der Galerie Marianne Grob

Deck 4 : Radierungen und Zeichnungen von Hanna Hennenkemper






© 2009 - Galerie Inga Kondeyne