
Nach der Sommerpause startet die Galerie Marianne Grob mit einer Ausstellung von Urs Jaeggi danach lade ich Sie ab 3. Oktober ein zu einer
PENCILPARTY
( 30 Jahre - jetzt )
mit Zeichnungen von:
Roger Ackling
Eve Aschheim
Curt Asker
Ka Bomhardt
Annett Fay
Bernhard Garbert
Jens Hanke
Hanna Hennenkemper
Alexander Klenz
Jürgen Köhler
Kazuki Nakahara
Eric de Nie
Dorothee Rocke
Hanns Schimansky
Christiane Schlosser
Sam Szembek
Frank Taffelt
Beate Terfloth
Konrad Wohlhage
GRAPHEN
Beate Terfloth, 1958 in Hongkong geboren, Kindheit in verschiedenen Ländern Asiens und in Angola, studierte an der HdK Berlin bei Johannes Geccelli und der Kunstakademie München bei Günter Fruhtrunk. Nach dem Studium lebt sie sechs Jahre lang in Rom und lehrt vier Jahre lang am National College of Arts in Lahore in Pakistan. Seit 1999 lebt sie hauptsächlich in Berlin und fährt regelmäßig nach Lahore. 2007 organisierte sie “Correspondence” einen Trialog durch Arbeiten von Studierenden in Lahore, Harvard und der HfK Bremen. Seit 2009 ist sie Professorin für Zeichnung und Grafik an der Universität Mozarteum in Salzburg.
Beate Terfloth ist gleichzeitig an verschiedenen Orten zuhause. Zur Zeit pendelt sie zwischen Berlin und Salzburg, wo sie an der Universität Mozarteum Professorin für Zeichnung ist, und Lahore, wo sie am Masters Program des National College of Arts lehrt. Während ihres Studiums an der Hdk Berlin verbrachte sie die Semesterferien in der Kunstszene von Lahore und dem National College of Arts und studierte in zwei damals zueinander widersprüchlichen Kunstdefinitionen. To speak another language enables you to recognize the limitations of your own. sagt Mark Tully in Something Understood im BBC am 30.05.2010. Beate Terfloths Arbeit befragt diese Sprach- und Wahrnehmungsgrenzen. Im Sommer 2009 kommt sie im abseits gelegenen, ruhigen Atelier in Berlin ins intensive Zeichnen. Eine junge Mathematikerin hatte sie mit Blättern voller ungelenker zeichenhafter Gebilde künstlerisch herausgefordert – es waren Versuche der Forscherin, sich mit einem Abbild von etwas Unabbildbarem (nämlich rein Abstraktem) zu nähern, um es begreiflicher zu machen. Auf den ersten Blick wird für jeden Betrachter deutlich: Hier ist kein fließender Denkprozess ablesbar, sondern ein aneinander gereihtes Erkennen linear addiert. Beate Terfloth, die in ihrer Arbeit immer wieder auf abstrakte Raum/Zeitliche islamische Ornamente zurückgreift, ist fasziniert von der Komplexität dieser zeichnerischen Versuche und erkennt ornamentale Grundmuster durch Nachzeichnen und gleichzeitig damit verbundenem Nachsinnen. Sie nähert sich dem verborgenen, tiefen Natur- und Gedankengehalt an und übersetzt den Denkprozess in ihre eigene Sprache: sichtbares Verlebendigen von schon Gedachtem. Beate Terfloth nimmt die Linien in ihrem Verlauf auf, erspürt ihr Potenzial und monumentalisiert ihn. Beim Zeichnen legt sie ein Papierblatt willkürlich an das andere; unterschiedlich in den Weißtönen und im Format. Verspannte, kristallin anmutende Liniengebilde entstehen, die das forschende Denken und sein Aufzeichnungsmaterial (vier Farbstifte und ökologisches A4 Papier) in ein Zueinander von Papieren und Linien im Raum übersetzen. In der Installation der Künstlerin an der Wand der Galerie entwickeln die Papiere ein eigenes Zueinander. Da diese Blätter nicht flach zweidimensional in Rahmen gepresst sind, können sie sich wölbend oder aufflatternd im konkreten Raum bewegen und räumliches Denken provozieren. Beate Terfloth war, trotz ihrer jahrelangen Aufenthalte in Rom und Pakistan, seit 1979 auch immer wieder in Berlin anwesend. Ihr Atelier am Käutzchensteig ist von märkischer Natur umgeben. Außenwelt und Innenwelt sind dort durch ein riesiges Fenster getrennt. Es scheint ein guter Ort für Zurückkommen und Verweilen (Berlin–Salzburg–Berlin) zu sein und ein Komplementär zu den Kunstzentren in Berlin-Mitte. Auf dem Fensterbrett des Ateliers liegen seit Langem hauchdünne Baumborkenblätter ausgebreitet. Hier versammelt, sind sie Symbole für flexible Veränderungen; in zwischenzeitlichen Stadien scheinen die Rinden fremder Haut zu gleichen. Sie boten Beate Terfloth, die bekannt ist für ihren sparsamen Einsatz von Linien, Anlass für eine überraschend dichte, kleine Zeichnungsserie mit farbigen Überlagerungen: akribisches Beobachten, Nachzeichnen und farbiges Verdichten, gefolgt vom Aufschlüsseln veränderter Abschnitte, um in den Schwingungszuständen Topografisches zu finden. Neben dieser Ortung erkundet sie im Februar 2010 in Lahore die zeichnerische Übersetzung des Übergangs nach Außen, den das Fenster ihrer Wohnung bildet. Innen- und Außenraum, das Äußere und das verdeckte Innere sind starke Gegensätze in Pakistan. Hier sind eine verstaubte Scheibe, in der sich die Sonne bricht, ein Moskitonetz und ein ornamentales Gitter Schichtungen dieses Grenzübergangs. Dem Betrachter ihrer verschiedenen Arbeitsgruppen erschließt sich oft nicht sofort, was ist offen, was ist geschlossen, was führt über Bildgewissheit hinaus. Eigene Sicht muss mobilisiert werden. Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, |
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UNA H. MOEHRKE
![]() H. FRANK TAFFELT
Una H. Moehrke, 1953 geb. in Hannover, studierte Freie Malerei an der UdK Berlin und Kunstgeschichte an der FU Berlin; seit 1994 Professur an der Burg Giebichenstein in Halle. Einzelausstellungen (Auswahl): Sprengelmuseum Hannover, „Kein Blatt wie das andere“, 1984; Neuer Berliner Kunstverein und Overbeckgesellschaft Lübeck, „Narziß und die Kunst – Liebe“, 1987; Fassbender Gallery, Chicago, „Drawings“, 2000; Kunstverein Unna, „Interfacial Self“ 2001; Märkisches Museum, Berlin, 2005 und Kunstverein Leipzig, 2006; „erscheinen und verschwinden“; Schloss Wiepersdorf und Gleimhaus Museum Halberstadt „ Präsenz und Repräsentanz“, 2001, 2007; Museum Abtei Liesborn, Städtische Galerie Schloss Wolfsburg, 2008,2009, „Weiß sehen, Bleistift, Buntstift & so weiter“. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und Halle.
Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, |
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SAM SZEMBEK
![]() HANNA HENNENKEMPER
Hanna Hennenkemper, 1974 in Flensburg/Schleswig-Holstein geboren, 1998-2001 Grafikklasse der Muthesiusschule/Hochschule für Bildende Kunst in Kiel, zunächst bei Ekkehart Thieme, anschließend bei Uwe Meyer-Weitmar, zusätzliches Zeichenstudium bei Barbara Camilla Tucholski, 2001 Wechsel an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee zu Hanns Schimansky, Gründung der Künstlergruppe „Tennis-Elephant“, Gründungsmitglied der Projektgalerie „Andreas Wendt“, 2007-2008 Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Halle/Saale, Fachbereich freie Kunst/Grafik, Arbeitsstipendium der Aldegrever-Gesellschaft Münster für die Werkstatt Kätelhöhn/Westfalen, 2006 und seit 2008 Lehrauftrag für Druckgrafik an der Kunsthochschule Berlin.
Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, |
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EVE ASCHHEIM
![]() KAZUKI NAKAHARA Please scroll down for english Version, or click here. English Version: Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, |
28. August 2009 Eröffnung der Zeichnungsausstellung:
Eve Aschheim, New York

Kazuki Nakahara, Berlin

Künstler der Galerie: Roger Ackling, Eve Aschheim, Curt Asker, Ka Bomhardt, Bernhard Garbert, Hanna Hennenkemper, Jürgen Köhler, Eric de Nie, Ronald Norman, Dorothee Rocke, Peter Riek, Christiane Schlosser, Hanns Schimansky, Sam Szembek, Konrad Wohlhage
bis 1. August zusätzlich zur Sommerausstellung der Galerie Marianne Grob
Deck 4 : Radierungen und Zeichnungen von Hanna Hennenkemper



