MARLIES APPEL
Eröffnung
Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, am Savignyplatz, 10623 Berlin,
Tel.: +49 30 6156634 ![]() HANNA HENNENKEMPER
Marlies Appel, Jg. 1945, aus Overveen (NL) in der Nähe von Haarlem, nimmt eine herausragende Position unter den Zeichnern und Zeichnerinnen der Niederlande ein. In ihrem Atelier abseits des hektischen Stadtlebens erarbeitete sie sich im vergangenen Jahr einen weiteren wichtigen Zeichnungsblock. Dieser wird sich jetzt, anlässlich der ersten Ausstellung 2012, an den Wänden in den neuen Räumen der Galerie ausbreiten. Marlies Appel bevorzugt weiterhin Transparentpapiere, auf denen ihr weicher Bleistift, ihre Hände und ihr Radiergummi zahllose Spuren hinterlassen. Grau changierende Hintergründe, ohne Kennzeichnung von Räumen, umhüllen ihre vereinzelten, grazilen weiblichen Körper. Diese sind jetzt zu Figurinen mutiert. Marlies Appel verwebt ihre Figurinen drastischer als bisher mit strengen architektonischen Strichgebilden. Beide geraten zusammen in Schwingung. Die Zeichnerin beginnt oft mit einer Linie, auf die sie meditierend, immer abstrakter werdend reagiert. Ihr formender, fast plastisch wirkender Strich bringt „Madonnen“ (mit und ohne Kopf) hervor. Diese bekrönen versonnen die Zeichnungen der Künstlerin, oder sie verstricken sich auf wundersame Weise im architektonischen, linearen Skelett der Blätter. Doppeldeutig, mit feiner Ironie, führt uns Marlies Appel und sich selbst mit ihren Linienführungen in zeichnerische Fantasiewelten. Zur Eröffnung der Ausstellung wird auch das Buch „Cupola“ präsentiert. Es beinhaltet eine Serie von 13 Piezo-Prints nach Zeichnungen von Marlies Appel, in denen die weibliche Figur verwoben ist mit architektonischen Strukturen. Hanna Hennenkemper Wer sich für Tendenzen aktueller Zeichnung interessiert, hat wahrscheinlich ein Augenmerk auf die Arbeiten der in Berlin ansässigen Hanna Hennenkemper, Jg. 1974, gelegt. Schon nach dem ersten Blick auf ihre Zeichnungen und Druckgrafiken muss sich der Betrachter darauf einrichten, längere Zeit vor diesen im Farbkontrast oft Schwindel erregenden Arbeiten zu verweilen. Die Dinge unseres Alltags (Messer, Schaumküsse, Schokolade) weiß die Künstlerin durchs Zeichnen in magische Zusammenhänge und Zustände zu bringen. Hanna Hennenkemper ist ein suggestiver Denkstil eigen, der vieles antippt. Manches davon führt sie konsequent durchs Zeichnen auf den langen Weg des Sehens und Erkennens. Erstmals verlässt die Zeichnerin ihr gewohntes Format von 70 x 90 cm; eine überdimensionale Gruppe von Hasenohren beherrscht mit geballter Energie ein großes Papier. In ihrer statisch sich abgrenzenden Vorgabe erscheinen diese streng und weich zugleich. Unter dem Fell bzw. der Haut brodelt inneres mobiles Leben. Monotone Farbigkeit differenziert Hennenkemper in feinste Nuancen; helle Linien spielen darin ein eigenes erotisches Spiel. Zwischen den Ohren baut sich massiv die Silhouette einer barock anmutenden Weißfläche auf. Diese hält das Leben auf dem Blatt im Gleichgewicht. Der Blick über die See, mit ihrer oft ruhig daherkommenden Oberfläche, einer Haut gleich – ohne Ende und Anfang – prägte Hanna Hennenkempers Jugend bei Flensburg. Sich lang ausdehnenden Wellen gleich, manchmal mit Schaumausläufern, die sich über den Strand ziehen, erobert die Künstlerin ihre Welt. Eine großzügige Flächigkeit kennzeichnet auch die experimentelle Druckgrafik von Hanna Hennenkemper, mit der sie zunächst durchstartete. Das ihr Leben prägende Wechselspiel von zeichnen, neue Grafik erfinden und lehren an der Kunsthochschule Berlin treibt sie weiter, von Blatt zu Blatt. |
Yvonne Andreini, Eve Aschheim, Curt Asker, Hanna Hennenkemper, Kazuki Nakhara, Dorothee Rocke, Hanns Schimansky, Christiane Schlosser, H. Frank Taffelt und Konrad Wohlhage ausgestellt.
Zur Ausstellung vom 14.10.2011 bis zum 27.11.2011,
laden wir Sie herzlich ein.
| Freitag, 14. Oktober 2011, 19 - 21 Uhr | 14. 10. 2011 – 27.11.2011 |
Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, am Savignyplatz, 10623 Berlin,
Tel.:0176 50257727
Öffnungszeiten: Di-Fr 12-18, Sa 11-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, galeriekondeyne.de

KAZUKI NAKAHARA
Yvonne Andreini, Jg. 1985, kam aus Rom nach Berlin, um hier ihre ureigene Herausforderung als Künstlerin zu entdecken. Sie fand was sie suchte während des Studiums an der Kunsthochschule Berlin - Weißensee. Jetzt, nachdem alles absolviert ist, lebt sie als junge Malerin und Zeichnerin in Berlin. Einerseits ist sie nun der Banalität des Alltags mehr ausgeliefert, andererseits befragt sie verinnerlichte künstlerische Anregungen täglich in der Ruhe eines eigenen Ateliers. Diesen Raum im Wedding teilt sie sich im Wechsel von frühen und abendlichen Arbeitszeiten mit Kazuki Nakahara.
Strukturformulierungen, Pinselschwünge, immer ihrer Intuition folgend, wiederholt sie auf dem Papier oder der Leinwand und plötzlich ist etwas Neues, ein sie überraschendes Eigenleben zu sehen, das länger zweifelnd von ihr betrachtet werden muss. Die Tochter italienischer Schauspieler kontrolliert ihr Bühnenbild.
Sichtbar in fast jeder Arbeit ist, dass Sie das Spiel mit Räumen und eingeschobenen Flächen liebt. Fast tanzend ist ihre Espressomaschine, die viele Geschichten zu erzählen hat, in grün erblüht. Majestätisch ausfahrend gezogene Pinselbögen bekrönen zusammengesetzte Bildgeschichten. Mitunter kann beim Betrachter das Gefühl des Überfliegens imaginärer Bildlandschaften entstehen. Ihren römischen Rucksack öffnet sie hier im Berliner Atelier. Treppauf, treppab gleiten die Augen über große, schwarze Punkte, über klein gerasterte Bahnen aus Kreisen bestehend, Linien führen zu gelben, grünen oder blauen Flächen oder an ihnen vorbei. Punktlandungen scheinen nicht ausgeschlossen.
Yvonne Andreini, 1985 in Rom geboren; 2005-2010 Studium an der KHB Weißensee; 2010/11 Meisterschülerin bei Hanns Schimansky; 2010 Galerie Jürgensen, Hamburg, “Yvonne Andreini“; 2011 Reign of Art, Berlin ; 2011 Galerie Inga Kondeyne, Berlin „double click: reloaded“; lebt und arbeitet in Berlin
Kazuki Nakahara, Jg. 1980, kam 2005 nach Berlin, eigens um bei Hanns Schimansky an der Kunsthochschule Berlin - Weißensee zu studieren. Geprägt durch seine Familientradition, der Vater von Kazuki Nakhara ist ein berühmter, in Tokio lebender Kalligraph, eroberte er sich zeichnend in den Jahren des Studiums europäisches Kunstverständnis. Anfänglich tanzten überdimensionale Zahnbürsten im weißen Raum des Papiers. Auf der Suche nach eignen Strukturen und Symbolen fand er für sich die Kleinmädchenfrisur - streng gescheitelte Haare mit festgezurrten Zöpfen. Schließlich zieht er im Sinne der japanischen Schreibweise konzentriert, kontrolliert Strich für Strich in abstandsgenauer Wiederholung bis sich die Kreise schließen und sie optisch zu großen Kugeln werden. In rot, orange oder grün beherrschen sie magisch Räume. Die Mädchenköpfe hat er zu Urformen, zu zeitlosen Symbolen gewandelt. Im Prozess des Weiterarbeitens, er untersucht sein Universum, reduziert er das Material. Es gelingt ihm eine beeindruckende Harmonie zwischen Hell und Dunkel auf dem erstrahlenden Weiß seiner Zeichenblätter. Die Arbeiten von Kazuki Nakahara zeichnen sich jetzt durch symmetrische Balance aus. Zen-Buddhistische Gärten mit linear gesetzten Spuren von Harken und sorgsam gesetzten Steinen tauchen mitunter in Gedanken beim Betrachten auf. Wir Europäer haben so unsere eigenen Vorstellungen vom Zen-Buddhismus. Aber als Gegenüber lösen die Zeichnungen von Kazuki Nakahara innere Ruhe und Schweigen aus.
Kazuki Nakahara, 1980 in Kawaga/Japan geboren; 2000-2005 Studium an der Yokohama City University; 2005 – 2010 Studium an der Kunsthochschule Berlin Weisensee; 2010/11 Meisterschüler bei Hanns Schimansky; 2009 Galerie Inga Kondeyne "Eve Aschheim/ Kazuki Nakahara", Q-CLUB, Berlin, "Drawing & Etching; 2010 BBK Leipzig e. V, Preisträger "Printing as an event 2"; 2011 Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin, „Holz und Kupfer“, (zus. m. Olaf Dahlhaus); 2011 Galerie Inga Kondeyne, „double click : reloaded“; lebt und arbeitet in Berlin
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double click : reloaded |
Ausstellung vom 25.8.2011 bis 9.10.2011
Sie sind herzlich eingeladen.
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Yvonne Andreini Hanna Hennenkemper Kyoung Eun Gu Kazuki Nakahara Katharina Quecke Aleksandar Pertemov Hanns Schimansky |
Im beginnenden Kunstherbst führe ich mein Zeichnungsprogramm an einem neu gefundenen Ort für die Galerie, in der Carmerstraße 10 am Savignyplatz, fort. Es ist ein Neustart für zwei Galerien; Uli Seitz (Galerie Seitz & Partner) und ich nehmen unsere Kooperation wieder auf. Unseren Räumen in der Carmerstraße 10 wohnt die Tradition der legendären Autorenbuchhandlung inne. Jetzt heißt es: Brillenwechsel! Auf den frisch geweißten Wänden hängen größerformatige Kunstwerke, die zur Betrachtung einladen.
In der ersten Ausstellung meiner Galerie nach dem Sommer in Berlin, der durch die Ausstellung „based in Berlin“ bestimmt war, stelle ich junge internationale Künstler aus, die im Atelierhaus Monbijoupark bis vor Kurzem Kunst studiert haben. Wie kaum in der Presse erwähnt, residierte dort jahrzehntelang das Fachgebiet Malerei der Kunsthochschule Berlin-Weißensee am zentralen Veranstaltungsort von „based in Berlin“. Das Atelierhaus Monbijoupark sollte als alte DDR-Baracke, wie es zunächst in der Berliner Presse hieß, abgerissen werden. Jetzt plötzlich als Teil von Hans Scharoun‘s ,Kollektivplan’ erkannt, hat das prominent gewordene Haus eventuell wieder eine Zukunft.
Gleich einem Blick durchs Schlüsselloch erhalten Sie Einblick in die seltene, außergewöhnliche Ausbildung von Zeichnern durch Hanns Schimansky.
Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, 10623 Berlin,
Öffnungszeiten: Di-Fr 12-18, Sa 11-17 Uhr.
Tel.:0176 50257727,
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de
PENCILPARTY
30 Jahre Galerie
Roger Ackling, Marlies Appel, Eve Aschheim, Curt Asker, Ka Bomhardt, Claudia Busching, Annett Fay, Bernhard Garbert, Jens Hanke, Hanna Hennenkemper, Alexander Klenz, Jürgen Köhler, Una H. Moehrke, Kazuki Nakahara, Eric de Nie, Peter Riek, Dorothee Rocke, Hanns Schimansky, Christiane Schlosser, Sam Szembek, H. Frank Taffelt, Beate Terfloth, Konrad Wohlhage
Jetzt sind es 15 Jahre (Galerie Rotunde im Alten Museum) + zwei Jahre (Galerie Inga Kondeyne in den Hackeschen Höfen/Bauphase) + fünf Jahre (Galerie Inga Kondeyne zusammen mit der Galerie Rainer Borgemeister) + vier Jahre (Hackesche Höfe im Wechsel-spiel mit der Galerie Seitz & Partner) + vier Jahre (Tür an Tür mit der Galerie Marianne Grob in der Linienstraße) = 30 Jahre Galerie. Jetzt. Ein Anlass, alte Geschichten
zu erzählen.
Alles begann 1977, nach dem Kunstwissenschaftsstudium an der Humboldt Universität Berlin, in meiner Lehrzeit zur Galeristin bei Klaus Werner, in der legendären Galerie Arkade 1977, mit einer Ausstellung von Arbeiten des damals kaum bekannten 87-jährigen Hermann Glöckner. Ein entscheidender Kunstfunke sprang über. Sehen wurde zu Erkennen, das sich nun innerlich in mir ausbreiten konnte. Seither folgte und folge ich meiner Neugier …
Zeitsprung: In der Rückschau wird klar, dass ich in der Galeriearbeit deutlich meiner Neigung für Zeichnungen nachgegangen bin. Egmont Schäfer war 1980 der erste Zeichner, den ich in der Galerie im Alten Museum zeigte. Ausstellungen der wichtigsten Vertreter der Berliner Malerschule, wie Lothar Böhme, Manfred Böttcher, Dieter Goltzsche, Wolfgang Leber, Klaus Roenspieß und Hans Vent, folgten. In meiner Generation formte sich Anfang der 80er Jahre, vorwiegend auf Papier, die Ostberliner Abstraktion heraus. Als Galeristin begleitete ich den Prozess des Abstrakter-Werdens bei Joachim Böttcher, Volker Henze, Hanns Schimansky, Harald Toppl und etwas später bei dem jüngeren Mark Lammert.
Am Ende dieser Phase steht die damals sehr umstrittene Ausstellung „Der eigene Blick“–
u.a. stellten junge Kunsthistoriker gemeinsam Ende der 80er Jahre im Ephraimpalais Berlin wichtige Gegenwartskünstler dieser zu Ende gehenden Dekade in Ostberlin vor. Ich zeigte dort neue Arbeiten der damals jungen abstrakt arbeitenden Ostberliner Künstler. Mit der Wende wurde auch dieses Jahrzehnt Geschichte. Nach der Präsentation meiner Künstler in der Ausstellung „L’autre Allemagne hors les murs“ in der Grande Halle de la Villette, Paris 1990, auf Einladung von Jack Lang, begann ich zögerlich, mich als Galeristin dem Kunstmarkt zu stellen. Viermal war ich mit ruinösen, aber hoch gelobten Ständen auf der Art Cologne in Köln vertreten. Kunstinteressierte in Berlin wurden Freunde und Sammler. Sie stärkten meinen Mut.
Zum eigentlichen Neustart als Galerie Inga Kondeyne kam es 1995, nach der Umsiedlung in die Hackeschen Höfe. In wechselnder Präsenz mit dem Galeristen Rainer Borgemeister (der 2001 bei einem Autounfall verstarb) und später mit der Galeristin Uli Seitz festigte ich in diesen Jahren mein Ausstellungsprogramm international. Gemeinsam hatten wir diverse Auftritte auf wichtigen Kunstmessen. Seit dieser Zeit vertrete ich u.a. die Künstler Curt Asker (S), Lotti Ringström (S), Roger Ackling (GB), Marlies Appel (NL), Eric de Nie (NL), Ka Bomhardt, Claudia Busching, Bernhard Garbert, Jens Hanke, Hanns Schimansky, Christiane Schlosser, Sam Szembek, Konrad Wohlhage (†).
Mit dem Umzug 2006 in die Linienstraße wurde mir der Name der Straße zum Programm.
Eine Phase nahm zunehmend Gestalt an, seit der ich ausschließlich Zeichnungsausstellungen installiere. Im vergangenen Jahr kam Eve Aschheim aus New York nach zehn Jahren erneut nach Berlin, um in der Linienstraße neue Arbeiten auszustellen. Hanns Schimanskys „Faltungen“ reihten sich mit ihren unendlichen Phantasiewelten in Konkurrenz zu immer neuen, unerwarteten Linienrhythmuszeichnungen von ihm an den Galeriewänden auf. Ein Blätterwald aus Butterbrotpapier, verbunden durch eine endlose rote Linie, von Bernhard Garbert, fand in einer gemeinsamen Ausstellung mit groß angelegten, sensiblen Zeichnungen von Dorothee Rocke zusammen. Sam Szembeks ausgreifende, klare Linienareale forderten Hanna Hennenkemper zu den gezeichneten Graphitschokoküssen, Notenblättern und Kochlöffeln heraus. Präzise strukturierte Wandzeichnungen von Christiane Schlosser mussten als Naturstudien überprüft werden. Beate Terfloth gab im Sommer Zeichenpapieren ihre Freiheit zurück.
Ungerahmt wölbten sich diese als Installationen unter ihren beeindruckenden „Graphen“-Linien an den Galeriewänden. Und, und, und …
Auf der PENCILPARTY können Sie von diesen Zeichnern Blätter sehen. Erwartbare gute Zeichenkunst verbindet sich mit der Unmittelbarkeit der Originale. Lassen Sie sich überraschen!
Ausgiebigere Geschichten auf Nachfrage.
Es wird die letzte Ausstellung in der Linienstraße sein. In Kürze werde ich mich aus neuen Räumen zurückmelden.
Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115/Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, 0176 50257727
Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de

Ab dem 2. Oktober lade ich Sie ein zu einer
PENCILPARTY
( 30 Jahre - jetzt )
mit Zeichnungen von:
Roger Ackling
Marlies Appel
Eve Aschheim
Curt Asker
Ka Bomhardt
Claudia Busching
Annett Fay
Bernhard Garbert
Jens Hanke
Hanna Hennenkemper
Alexander Klenz
Jürgen Köhler
Una H. Moehrke
Kazuki Nakahara
Eric de Nie
Peter Riek
Dorothee Rocke
Hanns Schimansky
Christiane Schlosser
Sam Szembek
Frank Taffelt
Beate Terfloth
Konrad Wohlhage
GRAPHEN
Beate Terfloth, 1958 in Hongkong geboren, Kindheit in verschiedenen Ländern Asiens und in Angola, studierte an der HdK Berlin bei Johannes Geccelli und der Kunstakademie München bei Günter Fruhtrunk. Nach dem Studium lebt sie sechs Jahre lang in Rom und lehrt vier Jahre lang am National College of Arts in Lahore in Pakistan. Seit 1999 lebt sie hauptsächlich in Berlin und fährt regelmäßig nach Lahore. 2007 organisierte sie “Correspondence” einen Trialog durch Arbeiten von Studierenden in Lahore, Harvard und der HfK Bremen. Seit 2009 ist sie Professorin für Zeichnung und Grafik an der Universität Mozarteum in Salzburg.
Beate Terfloth ist gleichzeitig an verschiedenen Orten zuhause. Zur Zeit pendelt sie zwischen Berlin und Salzburg, wo sie an der Universität Mozarteum Professorin für Zeichnung ist, und Lahore, wo sie am Masters Program des National College of Arts lehrt. Während ihres Studiums an der Hdk Berlin verbrachte sie die Semesterferien in der Kunstszene von Lahore und dem National College of Arts und studierte in zwei damals zueinander widersprüchlichen Kunstdefinitionen. To speak another language enables you to recognize the limitations of your own. sagt Mark Tully in Something Understood im BBC am 30.05.2010. Beate Terfloths Arbeit befragt diese Sprach- und Wahrnehmungsgrenzen. Im Sommer 2009 kommt sie im abseits gelegenen, ruhigen Atelier in Berlin ins intensive Zeichnen. Eine junge Mathematikerin hatte sie mit Blättern voller ungelenker zeichenhafter Gebilde künstlerisch herausgefordert – es waren Versuche der Forscherin, sich mit einem Abbild von etwas Unabbildbarem (nämlich rein Abstraktem) zu nähern, um es begreiflicher zu machen. Auf den ersten Blick wird für jeden Betrachter deutlich: Hier ist kein fließender Denkprozess ablesbar, sondern ein aneinander gereihtes Erkennen linear addiert. Beate Terfloth, die in ihrer Arbeit immer wieder auf abstrakte Raum/Zeitliche islamische Ornamente zurückgreift, ist fasziniert von der Komplexität dieser zeichnerischen Versuche und erkennt ornamentale Grundmuster durch Nachzeichnen und gleichzeitig damit verbundenem Nachsinnen. Sie nähert sich dem verborgenen, tiefen Natur- und Gedankengehalt an und übersetzt den Denkprozess in ihre eigene Sprache: sichtbares Verlebendigen von schon Gedachtem. Beate Terfloth nimmt die Linien in ihrem Verlauf auf, erspürt ihr Potenzial und monumentalisiert ihn. Beim Zeichnen legt sie ein Papierblatt willkürlich an das andere; unterschiedlich in den Weißtönen und im Format. Verspannte, kristallin anmutende Liniengebilde entstehen, die das forschende Denken und sein Aufzeichnungsmaterial (vier Farbstifte und ökologisches A4 Papier) in ein Zueinander von Papieren und Linien im Raum übersetzen. In der Installation der Künstlerin an der Wand der Galerie entwickeln die Papiere ein eigenes Zueinander. Da diese Blätter nicht flach zweidimensional in Rahmen gepresst sind, können sie sich wölbend oder aufflatternd im konkreten Raum bewegen und räumliches Denken provozieren. Beate Terfloth war, trotz ihrer jahrelangen Aufenthalte in Rom und Pakistan, seit 1979 auch immer wieder in Berlin anwesend. Ihr Atelier am Käutzchensteig ist von märkischer Natur umgeben. Außenwelt und Innenwelt sind dort durch ein riesiges Fenster getrennt. Es scheint ein guter Ort für Zurückkommen und Verweilen (Berlin–Salzburg–Berlin) zu sein und ein Komplementär zu den Kunstzentren in Berlin-Mitte. Auf dem Fensterbrett des Ateliers liegen seit Langem hauchdünne Baumborkenblätter ausgebreitet. Hier versammelt, sind sie Symbole für flexible Veränderungen; in zwischenzeitlichen Stadien scheinen die Rinden fremder Haut zu gleichen. Sie boten Beate Terfloth, die bekannt ist für ihren sparsamen Einsatz von Linien, Anlass für eine überraschend dichte, kleine Zeichnungsserie mit farbigen Überlagerungen: akribisches Beobachten, Nachzeichnen und farbiges Verdichten, gefolgt vom Aufschlüsseln veränderter Abschnitte, um in den Schwingungszuständen Topografisches zu finden. Neben dieser Ortung erkundet sie im Februar 2010 in Lahore die zeichnerische Übersetzung des Übergangs nach Außen, den das Fenster ihrer Wohnung bildet. Innen- und Außenraum, das Äußere und das verdeckte Innere sind starke Gegensätze in Pakistan. Hier sind eine verstaubte Scheibe, in der sich die Sonne bricht, ein Moskitonetz und ein ornamentales Gitter Schichtungen dieses Grenzübergangs. Dem Betrachter ihrer verschiedenen Arbeitsgruppen erschließt sich oft nicht sofort, was ist offen, was ist geschlossen, was führt über Bildgewissheit hinaus. Eigene Sicht muss mobilisiert werden. Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, |
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UNA H. MOEHRKE
![]() H. FRANK TAFFELT
Una H. Moehrke, 1953 geb. in Hannover, studierte Freie Malerei an der UdK Berlin und Kunstgeschichte an der FU Berlin; seit 1994 Professur an der Burg Giebichenstein in Halle. Einzelausstellungen (Auswahl): Sprengelmuseum Hannover, „Kein Blatt wie das andere“, 1984; Neuer Berliner Kunstverein und Overbeckgesellschaft Lübeck, „Narziß und die Kunst – Liebe“, 1987; Fassbender Gallery, Chicago, „Drawings“, 2000; Kunstverein Unna, „Interfacial Self“ 2001; Märkisches Museum, Berlin, 2005 und Kunstverein Leipzig, 2006; „erscheinen und verschwinden“; Schloss Wiepersdorf und Gleimhaus Museum Halberstadt „ Präsenz und Repräsentanz“, 2001, 2007; Museum Abtei Liesborn, Städtische Galerie Schloss Wolfsburg, 2008,2009, „Weiß sehen, Bleistift, Buntstift & so weiter“. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und Halle.
Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, |
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SAM SZEMBEK
![]() HANNA HENNENKEMPER
Hanna Hennenkemper, 1974 in Flensburg/Schleswig-Holstein geboren, 1998-2001 Grafikklasse der Muthesiusschule/Hochschule für Bildende Kunst in Kiel, zunächst bei Ekkehart Thieme, anschließend bei Uwe Meyer-Weitmar, zusätzliches Zeichenstudium bei Barbara Camilla Tucholski, 2001 Wechsel an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee zu Hanns Schimansky, Gründung der Künstlergruppe „Tennis-Elephant“, Gründungsmitglied der Projektgalerie „Andreas Wendt“, 2007-2008 Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Halle/Saale, Fachbereich freie Kunst/Grafik, Arbeitsstipendium der Aldegrever-Gesellschaft Münster für die Werkstatt Kätelhöhn/Westfalen, 2006 und seit 2008 Lehrauftrag für Druckgrafik an der Kunsthochschule Berlin.
Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, |
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EVE ASCHHEIM
![]() KAZUKI NAKAHARA Please scroll down for english Version, or click here. English Version: Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, |
28. August 2009 Eröffnung der Zeichnungsausstellung:
Eve Aschheim, New York

Kazuki Nakahara, Berlin

Künstler der Galerie: Roger Ackling, Eve Aschheim, Curt Asker, Ka Bomhardt, Bernhard Garbert, Hanna Hennenkemper, Jürgen Köhler, Eric de Nie, Ronald Norman, Dorothee Rocke, Peter Riek, Christiane Schlosser, Hanns Schimansky, Sam Szembek, Konrad Wohlhage
bis 1. August zusätzlich zur Sommerausstellung der Galerie Marianne Grob
Deck 4 : Radierungen und Zeichnungen von Hanna Hennenkemper

© 2009 - Galerie Inga Kondeyne




