Nächste Ausstellung:

Zum Bleistift: Zeichnung

30 ehemalige Schüler, Studenten und Meisterschüler von Hanns Schimansky

Eröffnung: 28.11.2014, 19-21 Uhr




Ausstellung vom 10. September 2014 bis 13. Oktober 2014


Hanna Hennenkemper


‚ das Halten‘, 2014,
Buntstift, Graphit, 29,5 x 21 cm

,M,KA-und DO!, 2013,
Radierung, 33 x 45,5 cm




Zur Ausstellung laden wir Sie herzlich ein.




10.09. bis 13.10. 2014




Eine Gruppe zunächst surreal spielerisch anmutender Farbgrafiken von Hanna Hennen-kemper war bis vor kurzem in der Berlinischen Galerie zu sehen. Jetzt, im Kunstherbst 2014, eröffnet sich die Möglichkeit in einer Galerieausstellung einen umfangreicheren Einblick in die Arbeit dieser bemerkenswerten Berliner Zeichnerin und Wiederbeleberin der Druckgrafik zu geben.

Gegenstände, die uns im Leben oft unbeachtet selbstverständlich begleiten, behaupten sich in dieser Ausstellung ironisch verwandelt in vermenschlichte, mehrdeutige Abbilder. Gezeichnete, streng erfasste Formen von simplen Körperlichkeiten, die sich in ihrer sinnlich ausgearbeiteten Materialität begehrend wölben, scheinen zum Greifen nah und entziehen sich doch gleichsam in ein anderes Meinen, widerstehen der vorgeblichen Klarheit ihrer Darstellung. Das Glas der Rahmen schützt die Zeichnungen vor unseren Fingern. Mit den Augen bleiben die Dinge ständig fassbar. Sie entschwinden nicht mit einem Klick in 'clouds'. Im Gegenteil, hier entfalten einfache mechanische Werkzeuge, Schokoladentafeln oder Haarklammern schon durch den ihnen innewohnenden Humor erinnerungsträchtig eine sublimierte Erzählung, und eine ungeahnte, unfassbare weibliche Sinnlichkeit.

Hanna Hennenkemper lotet beim Zeichnen das Echo der sie umgebenden Dinge aus. Der Künstlerin kommen dabei immer wieder bekannte Gedichtzeilen in den Sinn - ihr Gedächtnis verfügt über einen reichen Schatz von Erinnerungen, Erlebten, Erlesenem und auswendig Gelerntem -, die ihre Hand in die Dimensionen skurriler Geschichten lockt. Einsame Erfahrungen am Meer verleiteten sie früh zu langen Reflexionen der kargen Landschaft im Norden. Vertraute Nähe wird vorgeführt, die geschützt ist durch gleichzeitige Distanz – „Noli me tangere“. Mit Farbstiften und Graphit modelliert sie feinste Abstufungen in die dunklen Tiefen von Farben hinein bis hin zu grell anmutender Helligkeit, die dem Papierton Brillanz verleiht. Optische Schwingungen der Farbflächen untereinander und ausgedehnte Zwischenräume ermuntern die Augen zum Hin- und Hertanzen.

Hanna Hennenkemper führt mit großem Enthusiasmus die Studenten der Kunsthochschule Berlin Weißensee seit Jahren in die Möglichkeiten der grafischen Techniken ein.
Mit lang erarbeiteten Erfahrungen geht sie ihrer Lust am Experiment beim Drucken eigener Grafiken nach. Immer wieder reizt es sie, während des Auslegens von Formen auch hier einen hintergründigen Sinnleich mit aus- und anzulegen. Für die Grafik ‘Die Tage pendeln‘ benutzte sie anfangs 49 Elemente. Im weiteren Arbeitsverlauf kamen alle 49 Plattenteile noch einmal zum Einsatz. In ihren Rastersystemen geht es Hanna Hennekemper auch um die Verschachtelung von tonalen Abfolgen, die sie subtil in verschiedenen Variationen ausspielt. Eine Aufforderung zum Springen für die Augen liegt allem inne; dass Lachfältchen dabei entstehen, ist nicht ausgeschlossen.


Hanna Hennenkemper, 1974 in Flensburg geb.; Studium: Muthesiusschule Kiel, Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Meisterschülerzeit bei Hanns Schimansky; Lehraufträge KHB und Burg Giebichenstein Halle; 2010 Gastprofessur KHB; 2010 Dr. Herbert Zapp Preis für junge Kunst, Mannheim; 2012 Christine-Perthen-Preis der Berlinischen Galerie; lebt und arbeitet in Berlin.

Ausstellungen (Auswahl): ab 2003 Ausstellungsbeteiligungen; 2004 Berlin, Galerie Parterre, ‚Die Welt ist groß‘, Tenniselephant; 2005 Berlin, Projektgalerie Andreas Wendt, ‚Hanna Hennenkemper: Flächenbrand‘; 2006 Berlin, Projektgalerie Andreas Wendt, ‚Patt‘ zus. m. Henning Hennenkemper; 2007 Berlin, Galerie Inga Kondeyne, ‚Hanna Hennenkemper und Pomona Zipser‘; 2008 Reutlingen, Kunstverein Reutlingen, Picasso-Museum in Münster ‚Inventur - zeitgenössische Radierung in Deutschland‘; 2009 Berlin, Galerie Inga Kondeyne, ‚Hanna Hennenkemper und Sam Szembek‘; 2010 Mannheim, Kunstverein Mannheim; Salzau, Schloß Salzau, ‚Hanna Hennenkemper: Flugküsse‘; Hamburg, Kunsthaus Hamburg,‘6. Grafikpreis der Griffelkunst-Geselleschaft e.V.; Diepenheim (NL), Drawing Centre Diepenheim, ‚ Duitse tekeningen‘; 2012 Berlin, Galerie Inga Kondeyne, Hanna Hennenkemper und Marlies Appel; 2014, Wolfsburg, Städtische Galerie -  Museum Schloss Wolfsburg, ‚PROOF IT !‘ mit Christiane Baumgartner, Andrea Büttner, Johannes Heidenpeter, Hanna Hennenkemper, Katrin von Maltzahn, Christian Pilz, Roland Schappert, Maximilian Thiel, Timm Ulrichs und Michael Wutz; Berlin, Galerie Pankow, ‚Eine Linie ist eine Linie ist eine Linie - Positionen der Zeichnung‘, mit Sheila Barcik, Irina Baschlakow, Anke Becker, Laura Bruce, Claudia Busching, Kerstin Grimm, Hanna Hennenkemper, Sabine Herrmann, Veronike Hinsberg, Nanne Meyer, Bettina Munk, Juliane Laitzsch, Pia Linz, Inken Reinert, Chiyoko Szlavnics, Jorinde Voigt; Portugal, Museo do Coa / Museo do Douro ,’7a BIENAL INTERNACIONAL DE GRAVURA DO DOURO







Aktuelles


Kazuki Nakahara


Hanns Schimansky


Hanna Hennenkemper



Während des Sommers finden Sie nur nach telfonischer Verabredung Einlass in die Zeichnungswelt der Galerie.

Nächste Ausstellungseröffnung: Hanna Hennenkemper / Zeichnungen und Druckgrafik - 10. September 2014, 19-21 Uhr








© 2009 - Galerie Inga Kondeyne