Galerie Inga Kondeyne Raum für Zeichnung
Galerie Inga Kondeyne
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Galerie Inga Kondeyne

  Roger Ackling
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  Projekte mit:
  Ka Bomhardt
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  Ka Bomhardt
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  Nadine Fecht
  Bernhard Garbert
  Jens Hanke
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  Carsten Sievers
  Rolf Wicker
  Tian Yuan
Die Ausstellung lief vom 07. März 2008 - 12. April 2008:





(NL)  MARLIES APPEL



07. März 2008 - 12. April 2008

Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115, 10115 Berlin, Tel 030/25297308 Fax 09, Öfz.: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de




(D)  CHRISTIANE SCHLOSSER



Christiane Schlosser ist seit zehn Jahren Wahlberlinerin. Über den letzten Sommer hinweg, bis in den Herbst 2007 hinein war von ihr in der Galerie eine blaugraue, riesige Endlosschleife („Naturstudie“), direkt auf die Wand gemalt, zu sehen. Als Fortsetzung gibt diese Ausstellung jetzt einen erweiterten Einblick in ihre Arbeit. Bevorzugt folgt Christiane Schlosser selbst aufgestellten Gesetzen beim Malen oder Zeichnen. Titel lauten: „Eine Entscheidung pro Zeile“ oder „Drei Entscheidungen pro Zeile“ oder, oder …
Die Perfektion, mit der ihre Hand die Striche zieht, gepaart mit dem Spiel spezieller Farbkontraste löst oft eine nachhallende Ästhetik ihrer Malerei oder Zeichnungen aus. Die Ausstellung zeigt geradezu ‚chaotische’ Bilder wie zum Beispiel die Serie „Ermessen des Quadrates“, bei denen die Linienstrahlen sogar über die Bilddiagonale hinauslaufen. Auf anderen Leinwänden kippt das strenge, waagerechte Liniengefüge. In die Gegenrichtung gebracht, ziehen sich Linien überraschend schräg über die Bildfläche und eröffnen Einblicke in einen weiteren Kosmos.
In ihren Zeichnungen, in denen Christiane Schlosser die feine, harte Bleistiftstärke 2 B benutzt, drehen sich Fragmente ihrer Formenwelten linksherum und rechtsherum im endlosen Tanz der schlichten alltäglichen Wiederholung. Mikroskopisch kleine Strichschwärme sperrt sie in Rechtecke ein. Die Überblickbarkeit wird durch abgrenzende Rahmen nur vorgetäuscht.


Marlies Appel aus Haarlem (NL) gehört zu den herausragenden Zeichner/innen der Niederlande.
Ihre eher kleinformatigen Blätter sind auf der langen Galeriewand nebeneinander aufgereiht wie auf einer Perlenkette. Im Gegensatz zum genauen Strichwerk auf weißen Papieren von Christiane Schlosser benutzt Marlies Appel Transparentpapiere, auf denen ihr weicher Bleistift, ihre Hände, ihr Radiergummi zahllose verdichtete Spuren hinterlassen. Grau changierende Hintergründe erscheinen bodenlos, sie umschließen ihre Figurinen. Es beginnt oft mit einer Linie, die die Zeichnerin führt, auf die sie meditierend, anfangs abstrakt reagiert. Später bringt ihr weich formender, fast plastisch wirkender Strich fast immer Einzelfiguren – weibliche Silhouetten – hervor. Diese sind meist doppeldeutig verwachsen mit architektonisch -geometrischen Gebilden. Marlies Appel führt unser ruheloses Sehen und sich selbst in die geheimen Phantasiewelten ihrer Linien. Mitunter eröffnet sich ein Gefühl für frühe Renaissancemalerei oder linkische erotische Bewegungsmuster – erst auf den zweiten Blick sichtbar.