Ausstellung vom 24. Mai 2014 bis 29. Juni 2014


Beate Terfloth, 29.12.08, blau



Paarlauf                                  

Sie sollen nicht aufs Glatteis zum Schlittschuhlaufen geführt werden, sondern in die Galerieräume, um den feinen Abweichungen von Zeichnungspaaren einzelner Künstler nachzuspüren oder um ihrem kontrastreichen Miteinander Harmonie abzugewinnen. Die jeweiligen Paare der Künstler gehören nicht zwangsläufig, nicht schicksalshaft zusammen. Sie zeigen sich im engen Nebeneinander über die Dauer einer Ausstellung an den Wänden der Galerie.



Yvonne Andreini
Marlies Appel
Ka Bomhardt
Claudia Busching
Jakob Flohe
Hanna Hennenkemper
Jürgen Kellig
Una H. Moehrke
Tomoko Mori
Kazuki Nakahara
Johannes Regin
Frank K. Richter
Dorothee Rocke
Hanns Schimansky
Christiane Schlosser
Andrea Schomburg
Sam Szembek
H. Frank Taffelt
Beate Terfloth
Konrad Wohlhage
u.a.



24. Mai 2014 bis 29. Juni 2014








Ausstellung vom 08. März 2014 bis zum 08. April 2014


ANDREA SCHOMBURG


o. T., 2011, 21x27,8 cm

o. T., 2012, 30x20 cm




Zur Eröffnung der Ausstellung
laden wir Sie herzlich ein.





Zur Ausstellung erscheint ein Katalog




Freitag, 7.März 2014, 19–21 Uhr 8.März bis 8.April 2014




Die Berliner Künstlerin Andrea Schomburg kann der Farbe Schwarz in ihren Zeichnungen und Bildern eine unergründliche Tiefe geben. Sie setzt Schwarz zu Weiß und in letzter Zeit auch Grün in Kontrast. Auf der Suche nach einfachen Ordnungen in der Natur schafft sie pulsierende Rhythmen in einem Feld von visuellen Experimenten. Den harmonischen Bewegungsfluss ihrer großzügig ausgreifenden, breit angelegten Pinselschwünge trennt sie durch aktive vertikale, mitunter auch horizontale Brüche. Das optische Spiel ihrer Formen zwischen konvex und konkav fordert zum Suchen nach stabilisierender, ausgleichender Balance und ein Mitschwingen heraus.

1958 geboren in Wuppertal; 1977-1983 Kunst- u. Germanistikstudium in Bonn u. Wuppertal; 1983-1985 Assistentin bei Hans Hartung u. Anna Eva Bergman in Antibes; 1986 Südamerikareise; 1986/1987 Studienaufenthalt an der „Villa Arson“, Nizza; 1988 Ortswechsel nach Paris; 1988/1990 Arbeitsaufenthalte in Amerika, Russland u. Italien; 1992 Ortswechsel nach Berlin; 2000 Arbeitstaufenthalt in Japan; 1997 - 2013 Arbeitsaufenthalte in Frankreich, Ägypten, Italien u. Österreich; lebt und arbeitet in Berlin

Ausstellungen (Auswahl): 2014 Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2012 Galerie Katharina Krohn, Basel; 2006 Galerie Katharina Krohn, Basel; 2004 Galerie Barbara Cramer, Bonn; Fritz-Winter-Haus, Ahlen; 2002 Springer & Winckler Galerie, Berlin; 2001 Galerie Barbara Cramer, Bonn; 2000 Galerie Session House, Tokio, Japan; Springer & Winckler Galerie, Berlin; 1998 Galerie Barbara Cramer, Bonn; 1995 Galerie Winckelmann, Düsseldorf; 1993 Schering Kunstverein, Berlin; 1990 Galerie Winckelmann, Düsseldorf; 1989 Fritz-Winter-Haus, Ahlen; Klingenmuseum, Solingen







Ausstellung vom 14. Dezember 2013 bis zum 25.Januar 2014


Jürgen Partenheimer


Martin Assig


Hanns Schimansky



Wenn Sie Anfang der 90er Jahre mit Muße in den Galerien von Berlin-Mitte und Berlin-Charlottenburg unterwegs gewesen wären, dann könnten einige Zeichnungen aus dem bemerkenswerten Blätterwald der Ausstellung bereits an Ihren Wänden hängen.

Aber es ist noch nicht zu spät. Die Ausstellung eröffnet nun die Möglichkeit, sich in die 80er/90er Jahre zurückzuversetzen. Ein prägender Zeitabschnitt, der in die Jetztzeit hineinspielt.



Mischwald                                        

Martin Assig
Claudia Busching
Eric de Nie
Herbert Egl
Christoph M. Gais
Eberhard Göschel
Volker Henze
Fritz Klemm
Laszlo Lakner
Uwe Meier- Weitmar
u.
Thomas Müller
Morgan O' Hara
Jürgen Partenheimer
Dorothee Rocke
Erich Reiling
Hanns Schimansky
Harald Toppl
Olaf Wegewitz
Konrad Wohlhage
Frank M. Zeidler
a.



14. Dezember 2013 – 25. Januar 2014












Raum für Zeichnung


KAZUKI NAKAHARA





Zu der Ausstellung
laden wir Sie herzlich ein.




4. Oktober bis 5. November 2013





JOHANNES REGIN






Kazuki Nakahara, Jg. 1980, gehört als junger Künstler in Berlin zur Spezies der Zeichner. Er ist in dieses spezielle Metier über seine Herkunft – Nakahara stammt aus einer berühmten japanischen Kalligrafenfamilie – und über seine Ausbildung an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei dem Zeichner Hanns Schimansky hineingewachsen.
Bekannt sind Blätter von Kazuki Nakahara, auf denen er, angeregt von der Kleinmädchenfrisur mit den streng gescheitelten Haaren und festgezurrten Zöpfen, sich Strich für Strich (grau, blau, rot, grün, gelb) in abstandsgenauer Wiederholung eigene rotierende Symbole erarbeitet. Der Zeichner sucht seinen Weg auf lang angelegten Strecken. In gezeichneten Recht- und Dreiecken finden Versuchsanordnungen mit vier, fünf, sechs und mehr seiner für ihn typischen Kreisformen statt. Sie rufen Bilder von Zen-Buddhistischen Gärten mit linearen Harkenspuren und sorgsam gesetzten Steinen in unseren Gedächtnissen wach. Auch Trapezformen tauchen in jüngsten Zeichnungen auf. Diese überschneiden sich, bis sie nicht mehr als einzelne Formen wahrnehmbar sind. Neue offene Rotationsformen beherrschen seine Papiere. In ihrem Zentrum sind aus der Vernetzung heraus überraschende Strukturen entstanden. Sie zeigen sich im Reigen neuer Rhythmen.
Zum einen erstrahlen die Papiere durch seine Zeichensetzungen erhaben weiß, auf der anderen Seite erscheint in der Arbeit von Kazuki Nakahara nun eine dunkle Seite. Schwarzbraun eingestrichene Untergründe überschreibt er mit dichten, überraschend farbigen Zeichenfolgen. Ein eigenwilliger Formenkanon fordert zum Lesen auf – auch zwischen den Zeilen

1980 in Kawaga/Japan geboren; 2000-2005 Studium an der Yokohama City University; 2005–2010 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 2010/11 Meisterschüler bei Hanns Schimansky; 2010 BBK Leipzig e. V., Preisträger "Printing as an event 2“; 2012 „mart stam prize“, Kunstraum Bethanien, Berlin; 2013 "3.André Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst" Kunsthalle Messmer, Riegel; Ausstellungen (Auswahl): 2011 Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin; 2011 Centre for Recent Drawing, London/ fruehsorge contemporary drawing, Berlin; 2009, 2010, 2011, 2013 Galerie Inga Kondeyne, Berlin.


Johannes Regin, Jg.1986, scheint seit Beginn seines Kunststudiums an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Hanns Schimansky zeichnend mit seinen gepunkteten Rastersystemen das chaotische Leben in Berlin zu durchschauen.
Als Betrachter sind wir an den Anblick von technischen Rastersystemen gewöhnt. Johannes Regin bietet einen erlösenden Ausgleich zu diesem täglichen Augenstress durch seine intuitiv gesetzten Punktfolgen auf Papier, seinen Fundstücken oder auf Innen- und Außenwände. Er lässt sich auf das von ihm ausgewählte Material ein. Regin weiß sofort, wie groß die Punkte sein müssen, erkennt, ob sie zeichnerisch oder malerisch aufgesetzt bzw. ins Fundstück hineingestochen, -gestanzt oder reingemeißelt werden müssen. Den Weg des Findens und Erfindens hat er sich erobert. Johannes Regin vertraut seinem Instinkt, um das irrationale Terrain in Berlin zu durchqueren - um sich hier zu behaupten.
Die Fundstücke sind ein Gegenüber für ihn, er schaut in ihre Geschichten hinein.
Kleinste Abweichungen, Spannungsverschiebungen im Rhythmus seiner Punktraster, durchsickernde alte Farbspuren und Zeichenfragmente, liniengleiche Risse, klaffende Brüche, all diese Ebenen führt er mit seinen Überzeichnungen in ihrer Komplexität zusammen. Sanft berührend wird ein Schwebezustand hervorrufen - oft kaum wahrnehmbar. Im Kontrast können die Rasterpunkte rhythmisierend zu überflutenden Wellen werden. Die Erinnerungsspuren unseres eigenen Netzwerkes schwingen mit, sie sind nicht festgeschrieben.

1986 in Neubrandenburg geboren; 2007–2012 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Meisterschüler bei Hanns Schimansky, seit 2010 Teilnahme und Organisation von Gruppenausstellungen in Berlin; 2013, „Erfindungsdrang“, P142, Berlin; „Selektive Blindheit“, Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin; „Prolog“, Institut für alles Mögliche, Berlin; „On site“, Pavillon am Milchhof, Berlin; „Umraum“, Fahrbereitschaft, Berlin.







Ausstellung vom 17. Juli bis zum 09. August

'Du und ich'


Una H. Moehrke
Kazuki Nakahara
Peter Riek
H. Frank Taffelt

eine Sommerausstellung zusammen mit der Galerie Seitz & Partner vom 17.7. - 9. August 2013

Sommeröffnungszeiten: Di - Fr 13 - 18 Uhr




Ausstellung vom 07.06.2013 bis zum 16.07.2013


UNA H. MOEHRKE





Freitag, 7. Juni 2013, 19–21 Uhr 07.06.2013 – 16.07.2013





PETER RIEK






Peter Riek, 1960 geboren, 1979–84 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, lebt und arbeitet freischaffend in Heilbronn a.N. Ausstellungen: 1995 Royal Albert Memorial Museum, Exeter; 1996 Mannheimer Kunstverein; 1998 Pena Nationalpalast und Goethe Institut Lissabon; 2000 Städt. Museen Heilbronn; Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg; 2003 Centre d’Art Contemporain André Malraux Colmar; 2005 Kunstverein Flensburg; 2006 Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2007 Hans-Thoma-Gesellschaft/Kunstverein Reutlingen; 2009 Sammlung Prinzhorn, Heidelberg; 2010 Kunstverein Eislingen; 2011 Stiftung Bartels, Basel; 2012 Reuchlinhaus, Kunstverein Pforzheim; 2013 Kunstmuseum Singen, Galerie der Stadt Kornwestheim.


In der Serie „Zeichnen zur Zeit“ in der Zeitschrift Kunstforum der Jahre 2010/11 konnten Leser u.a. einen Artikel über Peter Riek finden. Die Abbildungen zum Text von Reinhard Ermen zeigen fast ausschließlich Installationen, in die einzelne zeichnerische Arbeiten eingebunden sind, wie z.B. das Monument für „M. Blecher, Theater mit 9 Zeichnungen“. Das Alphabet von Rieks Formenkanon wird sich in dieser Ausstellung in Berlin ohne thematische Bindung, im simplen Nebeneinander über die Wände der Galerie als Hell-Dunkel-Kontrast ausbreiten. Für den Künstler typische Blätter des erinnernden linearen Umschreibens in Schatten suggerierenden, weichen Ausführungen werden selbstverständlich zu sehen sein.
Dazu gereiht und überraschend: eine Serie schroffer Zeichnungen, die durch Unmittelbarkeit des direkten Tuschauftrags verblüffen. Rieks tägliches „Gegen-die-Wand-Rennen“ im Atelier zeigt sich, indem er unberührte Büttenpapiere mit Rasterkreuzen strukturiert. Seine runden Gefäßformen wirken nun wie im Drunter und Drüber seriell und gezielt in ein Regal hineingeworfen.
Es folgen Collagen; eine Technik, durch die Peter Riek eine Möglichkeit findet, alles, was für ihn im Moment des Arbeitens – bedingt durch gefühlsmäßige Gezeiten – nicht zusammengehört, überlagernd zusammenzuführen: sein Versuch, zwischen den gewölbten Geborgenheitsformen die Hoffnung auf Verständigung einzulösen. Er zeichnet sich wiederkehrend in sein Leben hinein und heraus.


Una H. Moehrke, 1953 geb. in Hannover, studierte Freie Malerei an der UdK Berlin und Kunstgeschichte an der FU Berlin; seit 1994 Professur an der Burg Giebichenstein in Halle. Einzelausstellungen: 1984 „Kein Blatt wie das andere“, Sprengelmuseum Hannover; 1987 „Narziß und die Kunst – Liebe“, Neuer Berliner Kunstverein und Overbeckgesellschaft Lübeck; 2000 „Drawings“, Fassbender Gallery, Chicago; 2001 „Interfacial Self“, Kunstverein Unna; 2005 und 2006, „erscheinen und verschwinden“, Märkisches Museum, Berlin, und Kunstverein Leipzig; 2001 und 2007 „Präsenz – Repräsentanz“, Schloss Wiepersdorf und Gleimhaus Museum Halberstadt; 2008 und 2009, „Weiß sehen“, Museum Abtei Liesborn und Städtische Galerie Schloss Wolfsburg; 2010, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2012 „Lines & Beams“, Galerie en passant, Berlin. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und Halle.


Beim Anblick der Zeichnungen und Bilder von Una H. Moehrke wird deutlich: Es hat sich typischerweise wieder ein Bruch in ihre Arbeit eingeschlichen.
Zahllose Leinwände, überzogen mit freien, autonomen Graphitlinien, warten gestapelt an den hohen Atelierwänden auf ihren Auftritt. Der Raum ist erfüllt von meditativer Ruhe. Farbe taucht in dieser Phase als unterlegter zurückgenommener Sound in Lindgrün oder verschiedenen Ockertönen auf. Una H. Moehrke schafft sich dadurch ein zusätzliches ureigenes Rahmenfeld – einen Tanzboden.
Konzentriertes Linienziehen aus der Lust an Bewegung ist für die Künstlerin zu einem Ritual geworden, das ihr gleichzeitig Halt gibt. Spannungen, erwachsen aus Moehrkes verschiedenen Lebensphasen, übertragen sich auf den Betrachter. Mal bleiben die Graphitlinien im vorgegebenen Farbrahmen, ein andermal ziehen sie ausschweifend darüber hinweg – ab in die Unendlichkeit der offenen, weißen Leinwand. Ein Spiel zwischen stolz aufstrebendem, gelassenem Dahinfließen und Niederfallen eröffnet sich.
An anderen Tagen überdeckt Una H. Moehrke das ihr zu harte Weiß der Leinwände mit dünnflüssiger, silbern schimmernder Farbe. Sogleich verbindet sich ihr Strich mit dem Untergrund, um in ein üppigeres, differenzierteres Leben zu fließen. Große Spannungsbögen ziehen über die Flächen in die Stille des hellen Raums.





Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, 10623 Berlin (am Savignyplatz),
Tel.: +49 30 6156634 Mobil.:0176 50257727 Öffnungszeiten:Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 13-17 Uhr
E-Mail: ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Nächste Ausstellung:

Una H. Moehrke + Peter Riek

Eröffnung: 7.Juni, 19-21 Uhr




Ausstellung vom 16. März bis zum 23. April 2013


DOROTHEE ROCKE





16.03.2013–23.04.2013





ALEXANDER KLENZ






Dorothee Rocke, 1949 in Kiel geb.; 1974–80 Studium der bildenden Künste an der Universität Main; 1981 Gastdozentur für Malerei an der Universität Middlebury, Vermont; 1984 Arbeitsaufenthalt in Austin, Texas, USA; 1989 Perron-Kunstpreis der Stadt Frankenthal; 1997 Gastprofessur für Zeichnung an der Fachhochschule Hamburg (Pentiment); 2009 Atelierstipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel; lebt und arbeitet in Frankfurt a. M.; Einzelausstellungen (Auswahl): 1984 Galerie Rothe, Heidelberg; 1986 Goethe-Institut, Kyoto, Japan; 1992 Kunstraum MI Posselt; 1994 Scharpf-Galerie des Wilhelm-Hack-Museums, Ludwigshafen; 1996/1997 Städtische Galerie im Museum Folkwang, Essen, Kunstverein Schwetzingen, Städtische Galerie Würzburg, Museumsverein Werfen, Österreich; 2003 Sammlung Prinzhorn, Heidelberg; 2005, Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden, Kunstverein Göttingen, Kunstverein Friedrichshafen, Kunstverein Reutlingen; 2008 Galerie Inga Kondeyne, Berlin, Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster, Galerie Elferink, Staphorst, NL; 2012 Galerie Pankow, Berlin (K)

Dorothee Rocke gehört zu den klassischen deutschen Zeichnern und Zeichnerinnen der Gegenwart. Vor einem Jahr stellte sie das in der Galerie Pankow, Berlin, ein weiteres Mal unter Beweis. Sie überraschte mit neuen Ansätzen in ihrer Graphitarbeit. An diese Ausstellung schloss sich eine intensive Arbeitsphase an, deren Ergebnisse jetzt in der Carmerstraße zu sehen sind.

Wer mit den Augen in die linearen Rhythmen der Zeichnungen von Dorothee Rocke gerät, der wird von „Bleistiftkonzerten“ überrascht. Eigenen Impulsen folgend, zeichnet die Künstlerin im Stakkato eng aneinandergereihte, fast tanzende Bündel von Linienschichtungen über den Rand ihres Lineals hinaus. In entgegengesetzter Richtung erobern millimetergroße Striche in atemloser Folge als rhythmische Notationen ihre gedehnten Graphitstrecken.

Dorothee Rocke provoziert auf den weißen Papieren Balanceakte zwischen den vibrierenden Energiefeldern. Sie führen oft zu dominanten, aber frei sich verschlingenden linearen Kommentaren in schwarzer Ölkreide. Diese zeigen ab und zu eine scharfe Kante, doch sie verschwinden andererseits im weichen Fluss von Schattenformen. Aus dem Augenwinkel gesehen, stranden Linien im Weiß der Blätter. Ihre Sehnsucht nach Ankunft löst Dorothee Rocke mitunter, indem sie große schwarze Punkte setzt. Als Kugeln rollen sie optisch weiter in den offenen Bildraum hinein.


Alexander Klenz, 1974 in Bützow (Mecklbg.) geb.; 1995–2001 Studium an der Kunsthochschule Berlin bei Dieter Goltzsche u. Hanns Schimansky; 2002–2003 Meisterschüler bei Hanns Schimansky; 2004 Gründung der Berliner Künstlergruppe „Tennis Elephant“; 2004 Gründung der Produzentengalerie Andreas Wendt; zahlreiche Kollaborationen mit verschiedenen Künstlern für die Zeitschrift „Prolog“ und in Ausstellungsprojekten Einzelausstellungen: 2012 „aeiou“, Galerie im Turm, Berlin; 2007 „Go after them“, Wendt + Friedmann Galerie, Berlin; 2005 „Jeden Tag okay“, Wendt + Friedmann Galerie, Berlin; 2003 „Ohne Titel“, Galerie Weißer Elefant, Berlin

30 Blätter gleicher Größe = 30 Tage mit unterschiedlichem Verlauf sind in der Galerie ausgestellt. Jeden Tag entsteht eine Zeichnung. Das ist ein Ritual von Alexander Klenz, mit dem er sich über Jahre jeden Morgen oder Abend wieder neu selbst als Künstler aktiviert. Ein Tag hat 2 x 12 Stunden, und sein Blattmaß beträgt 40 x 50 cm. Formblattmäßig befindet sich im unteren Bereich jeder Arbeit ein schmales Feld für einen seiner Adressstempel. (Er verfügt über drei verschiedene.) Das zweite Feld daneben ist für Titel und Anmerkungen gedacht. Das dritte ist noch einmal untergliedert in eine Spalte für den Nummernstempel und eine für den Datumsstempel; dann gibt es noch ein Feld für die freie Signatur. So weit die direkte Dokumentation der Abfolge von Zeit. Vor diesem Schritt der Buchhaltung begegnet Alexander Klenz sich selbst regelmäßig im täglichen Tun am Arbeitstisch in der Ungewissheit des Tages. Seinen Spielraum auf dem Blatt scheint er tagesabhängig durch weitere rechteckige, lineare Eingrenzungen auszuloten. Er schafft sich schrittweise Rahmenbedingungen für konzentrierte Setzungen. Auffällig in diesem Winter die Wiederkehr dicht schraffierter Flächen mit Graphit. Klenz erobert mit freien Linien das sich darüber eröffnende Areal. Die dunklen oder auch farbigen Flächen überlagern sich mitunter, stoßen aneinander, sind zugespitzt. Farbstiftlinien überfliegen zeichenbildend diese schraffierten Ebenen. Die Linien verbinden spielerisch, oft sich aufbäumend, die einzelnen Elemente und Ebenen. Klebestreifen, ab und zu mit eingeprägten Worten, als Collageelemente radikal eingeklebt, bringen einen direkt fragenden Wechsel ein.









Ausstellung vom 07. 12. 2012 bis zum 26.01.2013


Christiane Schlosser



Freitag, 7. Dezember 2012, 19 - 21 Uhr 07. 12. 2012 – 26.01.2013







H. FRANK TAFFELT






Christiane Schlosser, geb. 1960 in Viernheim; 1980–82 Studium an der HfbK in Hamburg; 1983–86 Studium an der HdK Berlin bei Georg Baselitz; 1994 Daniel-Henry-Kahnweiler-Preis; 1994–96 Lehrbeauftragte für Malerei, Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim; 2009–10 Lehrbeauftragte für Zeichnung, Hochschule für Künste, Bremen; lebt und arbeitet in Berlin. Ausstellungen (Auswahl): Galerie Inga Kondeyne, Berlin, 2008; Olschewski & Behm, Frankfurt/M., 2009; devening projects + editions, Chicago (USA), 2010, „Berlin Drawings“; Galerie Inga Kondeyne, Berlin, 2010, „Pencilparty“; Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster, 2011; collegium oecumenicum, Bamberg, 2010; Kunstverein Reutlingen, 2011 „Zeichnung X 5“; Kunstverein Eislingen, 2012, „5. Biennale der Zeichnung“.

Für Christiane Schlosser sind seit ihrer Ausstellung 2008 in der Galerie Inga Kondeyne der harte Bleistift (2B) und der feine Pinsel für Tusche die wichtigsten für ihre Arbeit im Atelier geworden. Wenn sie sich heute vorstellt, dann als Zeichnerin in Berlin. Feinste Linienlabyrinthe und Zeilensetzungen breiten sich über ihre Papiere aus; sie vermitteln einen stetigen Arbeitsrhythmus, getragen vom kontinuierlichen Erweitern struktureller Findungen. Wie in ihrer Malerei erarbeitet sich Christiane Schlosser den Rhythmus in den Zeilen schrittweise. In kleinen Schüben erfolgen Abweichungen von Blatt zu Blatt. Gefundene einfache Zeichen drehen sich linksherum und rechtsherum – in endlosem Tanz schlichter alltäglicher Wiederholung. Mikroskopisch winzige Strichschwärme wollen sich über die Begrenzung der Papierblätter hinaus ins Unendliche ausbreiten.
Hinter der peniblen Ordnung erfundener Zeichen in der Schreibarbeit der Künstlerin steht ein unerschöpflicher Drang, sich aus dem Innersten heraus poetisch mitzuteilen. In der Galerie erwartet Sie neben anderen Arbeiten ein Tableau mit 18 Zeichnungen, in der die Künstlerin jeweils eine Entscheidung in Weiß pro Zeile getroffen hat. Dazwischen erscheint das tiefe Blau der Malerin; entstanden durch Auftragen von zwei Schichten phtaloblauer Tusche.


H. Frank Taffelt, geb. 1955 in Bautzen; 1974–80 Studium der Klinischen Psychologie an der Humboldt Universität zu Berlin; intensives Zeichnen seit 1980; lebt und arbeitet in Berlin. Ausstellungen: Kunstfaktor, Berlin, „Schweizer Blätter“, 2000, (mit Stefan Kreide); Galerie Inga Kondeyne, Berlin, 2008‚ „Bleistiftkonzert“; Galerie Inga Kondeyne, 2010, (mit Una H. Moehrke); Galerie Inga Kondeyne, 2010, „Pencilparty“.

H. Frank Taffelts zwölfteilige Werkgruppe „NOVUM 2010“zieht zunächst die Blicke auf sich. Sie gehört in die Reihe seiner Wochen- und Monatsarbeiten. Diese quadratischen Formate sind extrem verdichtet – in ihrer Wirkung gleichen sie „Ikonen“. Der Künstler trägt in Strichlagen eng aneinandergesetzte schwarze Kugelschreiberlinien in mehreren Schichten übereinander auf dicke Papiere oder Pappen auf, bis diese durchdichtet sind. In der Folge erscheint im Licht eine metallisch-kupfern leuchtende fremde Haut. Sie führt optisch in sphärische Ausdehnungen.
Zwischen den aufgereihten Arbeiten werden in der Reflexion feine Unterschiede erkennbar. Geprägt sind diese durch den tages-, wochen- oder monatsbestimmten Auftrag und den Widerstand der Materialoberfläche. Für den Betrachter stellt sich im Nacheinander des Abschreitens ein individuell wahrgenommener, überraschend präsenter Zeitablauf her. Die dunklen Quadrate leuchten im Licht auf, sie geraten im Zueinander in optische Schwingungen. Das Bildlicht der Quadrate H. Frank Taffelts provoziert unvermutet individuelle Sehweisen.
Neben dieser Werkgruppe kommt eine neue Serie ins Spiel: „Die Phantome der Großmutter“; 2011 begonnen. Aus den aufbewahrten Haushaltsheften seiner Großmutter projiziert H. Frank Taffelt die gedruckten Linien und Heftungen (nicht die Zahlen und Worte) maßstabsgerecht in seine Zeichnungen. Tabellen für klärende Aufzeichnungen werden bei ihm zum Gerüst für seine übereinandergeschichteten Kugelschreiberstrichlagen. Gelebtes Leben wird von H. Frank Taffelt entlang der Zeilengliederungen über die Zeit hinweg aufrechterhalten.







Ausstellung vom 28.9.2012 bis zum 31.10.2012


SAM SZEMBEK





ERIC DE NIE





Zu der Ausstellung laden wir Sie herzlich ein.



28.9.2012–31.10.2012









Eric de Nie, Jg.1944 , lebt in Haarlem (NL), bis 2002 Professur für Malerei an der Königlichen Akademie der Künste, Den Haag (KABK), bis 2005 Professur für Graphik und Malerei an der Amsterdamer Hochschule für Kunst (AHK), Ausstellg.:1996 Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2003 Museum Waterland, Purmerend (NL); 2006 Galerie Maria Chailloux A'dam, Arti Capelli Den Bosch; 2007 Kunstruimte-09, Groningen; 2009 ; ‚Laufbilder/Run the Paint' Stadtgalerie Osnabrück (D); 2011, 2008 Galerie Priveekollektie, Heusden a.d. Maas NL, 2009 ‚Sequenza’ (Monographie), 2012, 2009 Museum Belvédère, Heerenveen ( NL)

Seit über zwanzig Jahren verführt mich das üppige malerische Werk von Eric de Nie aus Haarlem (NL) zu farbfreudigen Ausstellungen. Und es geschieht in diesem Jahr wieder. In der Ausstellung werden vorwiegend Aquarelle auf dichten 300g bis 650g Papieren zu sehen sein. Seine große Erfahrung als Maler fließt in die Arbeit mit den Wasserfarben auf Papier ein. Eric de Nie gelingt es, die Leuchtkraft einzelner Farben meisterhaft zum Strahlen zu bringen. Von Zeit zu Zeit entsteht im Arbeitsprozess die eine oder andere schwarz/weiß Zeichnung im Atelier. Mit Selbstverständnis gesellen sie sich dazu. Erinnert sei an die zwei Jahre zurückliegenden Ausstellung „Pencilparty“ in der Linienstraße, in der Eric de Nie drei kleine, überraschende Zeichnungen, getragen vom tiefen Schwarz des Malers und einer strengen Netzstruktur, mit in den Gesamtklang einbrachte. Das Grau der neuen Aquarelle, malerisch fließend, scheint geradezu durchsichtig zu sein. Es wird im Flug über das Weiß des Papiers durch schwarze Koordinaten gezähmt.


Sam Szembek, Jg. 1953, lebt in Kirchheim/Teck, 1979&81 Oberschwäbischer Kunstpreis; 1994 Paris, Stipendium Cité Internationale des Arts; 2001 Omaha, Nebraska, Stipendium: Bemis Center for Contemporary Arts; 2007 Stipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel (CH ); Ausstellg.: 1985 Kunsthalle Nürnberg; 2000 Kunstverein Reutlingen, 2005, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2009 Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster; 2009 Verein für aktuelle Kunst Ruhrgebiet, Oberhausen; 2010 galerie parterre, Berlin; 21012 Galerie Wohlhüter, Leibertingen

Sam Szembek, als klassischer Zeichner aus dem Süden Deutschlands in Berlin bekannt, zeigt neue Arbeiten in dieser Ausstellung. Wieder baut er mit tiefschwarzen Linien eigene Welten in eindrucksvoll sich eröffnenden Bildräumen auf. Beim genauen Vergleich mit früheren Zeichnungen wird sichtbar, dass in sein Liniengefüge Bewegung geraten ist. In den hinter ihm liegenden, sich aneinanderreihenden Arbeitstagen im Atelier griffen lang hinausgezögerte Störungen in den Rhythmus seines Zeichnens ein. Im Prozess des Setzens und Verwerfens der schwarzen Kohlestriche, in ihren Begegnungen untereinander verfällt er geradezu in ein Stakkato. Deutlich erkennbar wird jetzt eine gestaffelte Räumlichkeit. Als Pilot von Modellflugzeugen steuert und erkundet er Linienformationen für seine Augen am Himmel selbst. Die stets sich verändernden Bilder rettet er zeichnend mit dem Kohlestift auf seine Papiere am Boden. Hier überlässt er seine Linien dem eigenen und gleichzeitig kontrolliertem Flug - sie werden verspannt, in prägnanten offenen Rhythmen geschärft. Sie prägen sich ein als präsente, schwarze Kohlespuren mit den dazugehörigen Finger- und Knetgummiabdrücken des Sam Szembek.







Online-Ausstellungsräume...

Unter www.kunstmatrix.com haben Sie die Möglichkeit sich aktuelle Positionen der Galerie Inga Kondeyne in einem Raum virtuell anzusehen.




Ausstellung vom 28.08 - 19.09.2012

1, 2, 3. 4… in my mind’s eye


Eve Aschheim , 2009
water washes water
   Curt Asker, 1995
   Blickstille
      Hanns Schimansky, 2008
      o.T.





Zu der Ausstellung
laden wir Sie herzlich ein.


28. 8. 2012–25.9.2012






Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, am Savignyplatz, 10623 Berlin, Tel.: +49 30 6156634
Mobil.:0176 50257727 Sommeröffnungszeiten:Dienstag - Freitag 14-18 Uhr, Sa 12–17 Uhr,
E-Mail: ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de





Ort- und zeitgleich eröffnet die Galerie Seitz & Partner die Ausstellung:
Alexander Fischer – Neue Fotografien
Uwe Artur Felche Green Funk-Jazzimprovisationen




Ausstellung vom 17.07.2012 bis zum 18.08.2012

o.T., Acrylfarbe, 2012, Bleistift, 80 x 100 cm     Treppe, 2011, Tusche, 78 x 74 cm

Una H. Moehrke

   Yvonne Andreini



Irgendwie mein Rückrad, 2011, Farbstift,
100 x 70 cm
    o.T., 2011, pigmentierte Tusche,
    140 x 100 cm

Hanna Hennenkemper

   Ellinor Euler


Zur Sommerausstellung laden die
Galerie Inga Kondeyne und die Galerie
Seitz & Partner Sie herzlich ein.


Dienstag, 17. Juli 2012, 19 - 21 Uhr 17.7.2012– 18.8.2012






Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, am Savignyplatz, 10623 Berlin, Tel.: +49 30 6156634
Mobil.:0176 50257727 Sommeröffnungszeiten:Dienstag-Freitag 14-18 Uhr,
E-Mail: ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Ausstellung vom 20. 04. 2012 – 29.05.2012

Roger Ackling



Zur neuen Ausstellung, vom 20. 04. 2012 bis zum 29.05.2012, laden wir Sie herzlich ein.



20. 04. 2012 – 29.05.2012






Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, (am Savignyplatz), 10623 Berlin, Tel.: +49 30 6156634
Mobil.:0176 50257727 Öffnungszeiten: Di - Fr 12:00 - 18:00, Sa 12:00 - 17:00 Uhr.
E-Mail: ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de







HANNS SCHIMANSKY






Roger Ackling, Jg. 1947, lebt in Norwich

Acklings Holzkörper im „Hosentaschenformat“, überzogen mit eingebrannten braunen Linien, waren vor Kurzem in seiner Stammgalerie Annely Juda FINE ART, London, ausgestellt. Einmal wahrgenommen, werden seine Objekte überall auf der Welt in den Galerien sofort wiedererkannt. Erstaunen wird abgelöst von Neuentdeckung. Roger Acklings Technik: Er brennt Linie um Linie mit Hilfe der Sonne draußen in der Natur durch ein Brennglas von links nach rechts in Fundhölzer.
Den sich gravitätisch wiederholenden Linienauftritt liest man meditativ nach. Die streng aneinandergesetzten Linien sind nur auf den ersten Blick schnurgerade und ununterbrochen. Wolken, Vögel, Flugzeuge schränken die Brennkraft der eingefangenen Sonnenstrahlen streckenweise ein. Dieses Zeichnen auf meist an der See gefundenen, vorgebrauchten Holzfragmenten, Griffen, Kleiderbügeln, die von Sand und Salz gebleicht und geformt sind, erweitert Roger Ackling zum umfassenden Spiel der Elemente.

Abb.: Voewood, 2012, Sonnenlicht auf Holz, Gummibänder, 2 Teile, jedes 2,4 x 2,4 x 0,6 cm


Hanns Schimansky, Jg. 1949, lebt in Berlin

In Berlin waren im Herbst 2011 Einblicke in die Zeichnungsarbeit von Hanns Schimansky während einer Ausstellung zur Feier des 100. Geburtstags von John Cage in der Akademie der Künste zu sehen. Der Federzeichnungsblock „5. mikrokanonischesorchester (16 Blatt)“, 2011, und neue Kreidezeichnungen auf schwarz präpariertem, gefaltetem Papier begleiteten optisch die Konzertreihe. Andernorts – zum Beispiel auf der Zeichnungsmesse „DRAWING NOW“, Paris 2012, – waren eine umfangreiche Präsentation im Stand der Galerie Jaeger Bucher, Paris, ausgestellt oder frühe Zeichnungen in Oslo im Nationalmuseum. Hier in Berlin, wo Hanns Schimansky sein Atelier hat, spricht er weiterhin als Professor an der Kunsthochschule Berlin über das Zeichnen und lehrt den Zweifel. Das Atelier ist Schimanskys Aktionsraum. Hier zeichnet er nach eigenen Regeln auf weiße oder schwarze Bögen. Zug um Zug setzt er seine Codes mit Tusche, Graphit oder Kreide, tippt an, verlangsamt, wartet auf Antwort. Rhythmen mit nervöser Vibration spiegeln sich selbst, laufen erneut in die Ungewissheit des Tages. Der Zeichner erzwingt gegen den Widerstand des Materials die erwartete Überraschung – die neue Zeichnung.

Abb.: o. T., 2012, Faltung, Tusche, Gouache, 40,3 x 46,0 cm







Ausstellung vom 27.1.2012 bis zum 03.03.2012

Neue Ausstellung




MARLIES APPEL



Eröffnung

Freitag, 27. Januar 2012, 19 - 21 Uhr 27. 01. 2012 – 03.03.2012






Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, am Savignyplatz, 10623 Berlin, Tel.: +49 30 6156634
Mobil.:0176 50257727 Öffnungszeiten: Di - Fr 12:00 - 18:00, Sa 12:00 - 17:00 Uhr.
E-Mail: ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de







HANNA HENNENKEMPER







Marlies Appel, Jg. 1945, aus Overveen (NL) in der Nähe von Haarlem, nimmt eine herausragende Position unter den Zeichnern und Zeichnerinnen der Niederlande ein. In ihrem Atelier abseits des hektischen Stadtlebens erarbeitete sie sich im vergangenen Jahr einen weiteren wichtigen Zeichnungsblock. Dieser wird sich jetzt, anlässlich der ersten Ausstellung 2012, an den Wänden in den neuen Räumen der Galerie ausbreiten.
Marlies Appel bevorzugt weiterhin Transparentpapiere, auf denen ihr weicher Bleistift, ihre Hände und ihr Radiergummi zahllose Spuren hinterlassen. Grau changierende Hintergründe, ohne Kennzeichnung von Räumen, umhüllen ihre vereinzelten, grazilen weiblichen Körper. Diese sind jetzt zu Figurinen mutiert. Marlies Appel verwebt ihre Figurinen drastischer als bisher mit strengen architektonischen Strichgebilden. Beide geraten zusammen in Schwingung. Die Zeichnerin beginnt oft mit einer Linie, auf die sie meditierend, immer abstrakter werdend reagiert. Ihr formender, fast plastisch wirkender Strich bringt „Madonnen“ (mit und ohne Kopf) hervor. Diese bekrönen versonnen die Zeichnungen der Künstlerin, oder sie verstricken sich auf wundersame Weise im architektonischen, linearen Skelett der Blätter. Doppeldeutig, mit feiner Ironie, führt uns Marlies Appel und sich selbst mit ihren Linienführungen in zeichnerische Fantasiewelten.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird auch das Buch „Cupola“ präsentiert. Es beinhaltet eine Serie von 13 Piezo-Prints nach Zeichnungen von Marlies Appel, in denen die weibliche Figur verwoben ist mit architektonischen Strukturen.


Hanna Hennenkemper
Wer sich für Tendenzen aktueller Zeichnung interessiert, hat wahrscheinlich ein Augenmerk auf die Arbeiten der in Berlin ansässigen Hanna Hennenkemper, Jg. 1974, gelegt. Schon nach dem ersten Blick auf ihre Zeichnungen und Druckgrafiken muss sich der Betrachter darauf einrichten, längere Zeit vor diesen im Farbkontrast oft Schwindel erregenden Arbeiten zu verweilen.
Die Dinge unseres Alltags (Messer, Schaumküsse, Schokolade) weiß die Künstlerin durchs Zeichnen in magische Zusammenhänge und Zustände zu bringen. Hanna Hennenkemper ist ein suggestiver Denkstil eigen, der vieles antippt. Manches davon führt sie konsequent durchs Zeichnen auf den langen Weg des Sehens und Erkennens. Erstmals verlässt die Zeichnerin ihr gewohntes Format von 70 x 90 cm; eine überdimensionale Gruppe von Hasenohren beherrscht mit geballter Energie ein großes Papier. In ihrer statisch sich abgrenzenden Vorgabe erscheinen diese streng und weich zugleich. Unter dem Fell bzw. der Haut brodelt inneres mobiles Leben. Monotone Farbigkeit differenziert Hennenkemper in feinste Nuancen; helle Linien spielen darin ein eigenes erotisches Spiel. Zwischen den Ohren baut sich massiv die Silhouette einer barock anmutenden Weißfläche auf. Diese hält das Leben auf dem Blatt im Gleichgewicht.

Der Blick über die See, mit ihrer oft ruhig daherkommenden Oberfläche, einer Haut gleich – ohne Ende und Anfang – prägte Hanna Hennenkempers Jugend bei Flensburg. Sich lang ausdehnenden Wellen gleich, manchmal mit Schaumausläufern, die sich über den Strand ziehen, erobert die Künstlerin ihre Welt. Eine großzügige Flächigkeit kennzeichnet auch die experimentelle Druckgrafik von Hanna Hennenkemper, mit der sie zunächst durchstartete. Das ihr Leben prägende Wechselspiel von zeichnen, neue Grafik erfinden und lehren an der Kunsthochschule Berlin treibt sie weiter, von Blatt zu Blatt.







Aktuelles

Begleitend zur Ausstellung der Galerie Seitz & Partner in der Carmerstraße 10, sind zur Zeit im Zeichnungsraum der Galerie Inga Kondeyne Werke von


Yvonne Andreini, Eve Aschheim, Curt Asker, Hanna Hennenkemper, Kazuki Nakhara, Dorothee Rocke, Hanns Schimansky, Christiane Schlosser, H. Frank Taffelt und Konrad Wohlhage ausgestellt.




Ausstellung vom 14.10.2011 bis zum 27.11.2011

Yvonne Andreini



Zur Ausstellung vom 14.10.2011 bis zum 27.11.2011,
laden wir Sie herzlich ein.



Freitag, 14. Oktober 2011, 19 - 21 Uhr 14. 10. 2011 – 27.11.2011






Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, am Savignyplatz, 10623 Berlin, Tel.:0176 50257727
Öffnungszeiten: Di-Fr 12-18, Sa 11-17 Uhr. ingakondeyne@galeriekondeyne.de, galeriekondeyne.de







KAZUKI NAKAHARA






Yvonne Andreini, Jg. 1985, kam aus Rom nach Berlin, um hier ihre ureigene Herausforderung als Künstlerin zu entdecken. Sie fand was sie suchte während des Studiums an der Kunsthochschule Berlin - Weißensee. Jetzt, nachdem alles absolviert ist, lebt sie als junge Malerin und Zeichnerin in Berlin. Einerseits ist sie nun der Banalität des Alltags mehr ausgeliefert, andererseits befragt sie verinnerlichte künstlerische Anregungen täglich in der Ruhe eines eigenen Ateliers. Diesen Raum im Wedding teilt sie sich im Wechsel von frühen und abendlichen Arbeitszeiten mit Kazuki Nakahara. Strukturformulierungen, Pinselschwünge, immer ihrer Intuition folgend, wiederholt sie auf dem Papier oder der Leinwand und plötzlich ist etwas Neues, ein sie überraschendes Eigenleben zu sehen, das länger zweifelnd von ihr betrachtet werden muss. Die Tochter italienischer Schauspieler kontrolliert ihr Bühnenbild. Sichtbar in fast jeder Arbeit ist, dass Sie das Spiel mit Räumen und eingeschobenen Flächen liebt. Fast tanzend ist ihre Espressomaschine, die viele Geschichten zu erzählen hat, in grün erblüht. Majestätisch ausfahrend gezogene Pinselbögen bekrönen zusammengesetzte Bildgeschichten. Mitunter kann beim Betrachter das Gefühl des Überfliegens imaginärer Bildlandschaften entstehen. Ihren römischen Rucksack öffnet sie hier im Berliner Atelier. Treppauf, treppab gleiten die Augen über große, schwarze Punkte, über klein gerasterte Bahnen aus Kreisen bestehend, Linien führen zu gelben, grünen oder blauen Flächen oder an ihnen vorbei. Punktlandungen scheinen nicht ausgeschlossen.

Yvonne Andreini, 1985 in Rom geboren; 2005-2010 Studium an der KHB Weißensee; 2010/11 Meisterschülerin bei Hanns Schimansky; 2010 Galerie Jürgensen, Hamburg, “Yvonne Andreini“; 2011 Reign of Art, Berlin ; 2011 Galerie Inga Kondeyne, Berlin „double click: reloaded“; lebt und arbeitet in Berlin


Kazuki Nakahara, Jg. 1980, kam 2005 nach Berlin, eigens um bei Hanns Schimansky an der Kunsthochschule Berlin - Weißensee zu studieren. Geprägt durch seine Familientradition, der Vater von Kazuki Nakhara ist ein berühmter, in Tokio lebender Kalligraph, eroberte er sich zeichnend in den Jahren des Studiums europäisches Kunstverständnis. Anfänglich tanzten überdimensionale Zahnbürsten im weißen Raum des Papiers. Auf der Suche nach eignen Strukturen und Symbolen fand er für sich die Kleinmädchenfrisur - streng gescheitelte Haare mit festgezurrten Zöpfen. Schließlich zieht er im Sinne der japanischen Schreibweise konzentriert, kontrolliert Strich für Strich in abstandsgenauer Wiederholung bis sich die Kreise schließen und sie optisch zu großen Kugeln werden. In rot, orange oder grün beherrschen sie magisch Räume. Die Mädchenköpfe hat er zu Urformen, zu zeitlosen Symbolen gewandelt. Im Prozess des Weiterarbeitens, er untersucht sein Universum, reduziert er das Material. Es gelingt ihm eine beeindruckende Harmonie zwischen Hell und Dunkel auf dem erstrahlenden Weiß seiner Zeichenblätter. Die Arbeiten von Kazuki Nakahara zeichnen sich jetzt durch symmetrische Balance aus. Zen-Buddhistische Gärten mit linear gesetzten Spuren von Harken und sorgsam gesetzten Steinen tauchen mitunter in Gedanken beim Betrachten auf. Wir Europäer haben so unsere eigenen Vorstellungen vom Zen-Buddhismus. Aber als Gegenüber lösen die Zeichnungen von Kazuki Nakahara innere Ruhe und Schweigen aus.

Kazuki Nakahara, 1980 in Kawaga/Japan geboren; 2000-2005 Studium an der Yokohama City University; 2005 – 2010 Studium an der Kunsthochschule Berlin Weisensee; 2010/11 Meisterschüler bei Hanns Schimansky; 2009 Galerie Inga Kondeyne "Eve Aschheim/ Kazuki Nakahara", Q-CLUB, Berlin, "Drawing & Etching; 2010 BBK Leipzig e. V, Preisträger "Printing as an event 2"; 2011 Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin, „Holz und Kupfer“, (zus. m. Olaf Dahlhaus); 2011 Galerie Inga Kondeyne, „double click : reloaded“; lebt und arbeitet in Berlin





Die Ausstellung lief vom 25.08.2011 bis zum 09.10.2011

double click : reloaded


Ausstellung vom 25.8.2011 bis 9.10.2011
Sie sind herzlich eingeladen.


Yvonne Andreini
Hanna Hennenkemper
Kyoung Eun Gu
Kazuki Nakahara
Katharina Quecke
Aleksandar Pertemov

Hanns Schimansky


Im beginnenden Kunstherbst führe ich mein Zeichnungsprogramm an einem neu gefundenen Ort für die Galerie, in der Carmerstraße 10 am Savignyplatz, fort. Es ist ein Neustart für zwei Galerien; Uli Seitz (Galerie Seitz & Partner) und ich nehmen unsere Kooperation wieder auf. Unseren Räumen in der Carmerstraße 10 wohnt die Tradition der legendären Autorenbuchhandlung inne. Jetzt heißt es: Brillenwechsel! Auf den frisch geweißten Wänden hängen größerformatige Kunstwerke, die zur Betrachtung einladen. In der ersten Ausstellung meiner Galerie nach dem Sommer in Berlin, der durch die Ausstellung „based in Berlin“ bestimmt war, stelle ich junge internationale Künstler aus, die im Atelierhaus Monbijoupark bis vor Kurzem Kunst studiert haben. Wie kaum in der Presse erwähnt, residierte dort jahrzehntelang das Fachgebiet Malerei der Kunsthochschule Berlin-Weißensee am zentralen Veranstaltungsort von „based in Berlin“. Das Atelierhaus Monbijoupark sollte als alte DDR-Baracke, wie es zunächst in der Berliner Presse hieß, abgerissen werden. Jetzt plötzlich als Teil von Hans Scharoun‘s ,Kollektivplan’ erkannt, hat das prominent gewordene Haus eventuell wieder eine Zukunft. Gleich einem Blick durchs Schlüsselloch erhalten Sie Einblick in die seltene, außergewöhnliche Ausbildung von Zeichnern durch Hanns Schimansky.



Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, 10623 Berlin, Öffnungszeiten: Di-Fr 12-18, Sa 11-17 Uhr.
Tel.:0176 50257727, ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Neue Galerieräume

Neue Galerieräume sind angemietet. Eröffnung am 24. August 2011, 19 - 21 Uhr in der Carmerstraße 10 am Savignyplatz.




Ausstellung lief vom 02. Oktober bis 30. Oktober







PENCILPARTY

30 Jahre Galerie





Roger Ackling, Marlies Appel, Eve Aschheim, Curt Asker, Ka Bomhardt, Claudia Busching, Annett Fay, Bernhard Garbert, Jens Hanke, Hanna Hennenkemper, Alexander Klenz, Jürgen Köhler, Una H. Moehrke, Kazuki Nakahara, Eric de Nie, Peter Riek, Dorothee Rocke, Hanns Schimansky, Christiane Schlosser, Sam Szembek, H. Frank Taffelt, Beate Terfloth, Konrad Wohlhage

Jetzt sind es 15 Jahre (Galerie Rotunde im Alten Museum) + zwei Jahre (Galerie Inga Kondeyne in den Hackeschen Höfen/Bauphase) + fünf Jahre (Galerie Inga Kondeyne zusammen mit der Galerie Rainer Borgemeister) + vier Jahre (Hackesche Höfe im Wechsel-spiel mit der Galerie Seitz & Partner) + vier Jahre (Tür an Tür mit der Galerie Marianne Grob in der Linienstraße) = 30 Jahre Galerie. Jetzt. Ein Anlass, alte Geschichten zu erzählen.
Alles begann 1977, nach dem Kunstwissenschaftsstudium an der Humboldt Universität Berlin, in meiner Lehrzeit zur Galeristin bei Klaus Werner, in der legendären Galerie Arkade 1977, mit einer Ausstellung von Arbeiten des damals kaum bekannten 87-jährigen Hermann Glöckner. Ein entscheidender Kunstfunke sprang über. Sehen wurde zu Erkennen, das sich nun innerlich in mir ausbreiten konnte. Seither folgte und folge ich meiner Neugier …
Zeitsprung: In der Rückschau wird klar, dass ich in der Galeriearbeit deutlich meiner Neigung für Zeichnungen nachgegangen bin. Egmont Schäfer war 1980 der erste Zeichner, den ich in der Galerie im Alten Museum zeigte. Ausstellungen der wichtigsten Vertreter der Berliner Malerschule, wie Lothar Böhme, Manfred Böttcher, Dieter Goltzsche, Wolfgang Leber, Klaus Roenspieß und Hans Vent, folgten. In meiner Generation formte sich Anfang der 80er Jahre, vorwiegend auf Papier, die Ostberliner Abstraktion heraus. Als Galeristin begleitete ich den Prozess des Abstrakter-Werdens bei Joachim Böttcher, Volker Henze, Hanns Schimansky, Harald Toppl und etwas später bei dem jüngeren Mark Lammert.
Am Ende dieser Phase steht die damals sehr umstrittene Ausstellung „Der eigene Blick“– u.a. stellten junge Kunsthistoriker gemeinsam Ende der 80er Jahre im Ephraimpalais Berlin wichtige Gegenwartskünstler dieser zu Ende gehenden Dekade in Ostberlin vor. Ich zeigte dort neue Arbeiten der damals jungen abstrakt arbeitenden Ostberliner Künstler. Mit der Wende wurde auch dieses Jahrzehnt Geschichte. Nach der Präsentation meiner Künstler in der Ausstellung „L’autre Allemagne hors les murs“ in der Grande Halle de la Villette, Paris 1990, auf Einladung von Jack Lang, begann ich zögerlich, mich als Galeristin dem Kunstmarkt zu stellen. Viermal war ich mit ruinösen, aber hoch gelobten Ständen auf der Art Cologne in Köln vertreten. Kunstinteressierte in Berlin wurden Freunde und Sammler. Sie stärkten meinen Mut.
Zum eigentlichen Neustart als Galerie Inga Kondeyne kam es 1995, nach der Umsiedlung in die Hackeschen Höfe. In wechselnder Präsenz mit dem Galeristen Rainer Borgemeister (der 2001 bei einem Autounfall verstarb) und später mit der Galeristin Uli Seitz festigte ich in diesen Jahren mein Ausstellungsprogramm international. Gemeinsam hatten wir diverse Auftritte auf wichtigen Kunstmessen. Seit dieser Zeit vertrete ich u.a. die Künstler Curt Asker (S), Lotti Ringström (S), Roger Ackling (GB), Marlies Appel (NL), Eric de Nie (NL), Ka Bomhardt, Claudia Busching, Bernhard Garbert, Jens Hanke, Hanns Schimansky, Christiane Schlosser, Sam Szembek, Konrad Wohlhage (†).
Mit dem Umzug 2006 in die Linienstraße wurde mir der Name der Straße zum Programm.
Eine Phase nahm zunehmend Gestalt an, seit der ich ausschließlich Zeichnungsausstellungen installiere. Im vergangenen Jahr kam Eve Aschheim aus New York nach zehn Jahren erneut nach Berlin, um in der Linienstraße neue Arbeiten auszustellen. Hanns Schimanskys „Faltungen“ reihten sich mit ihren unendlichen Phantasiewelten in Konkurrenz zu immer neuen, unerwarteten Linienrhythmuszeichnungen von ihm an den Galeriewänden auf. Ein Blätterwald aus Butterbrotpapier, verbunden durch eine endlose rote Linie, von Bernhard Garbert, fand in einer gemeinsamen Ausstellung mit groß angelegten, sensiblen Zeichnungen von Dorothee Rocke zusammen. Sam Szembeks ausgreifende, klare Linienareale forderten Hanna Hennenkemper zu den gezeichneten Graphitschokoküssen, Notenblättern und Kochlöffeln heraus. Präzise strukturierte Wandzeichnungen von Christiane Schlosser mussten als Naturstudien überprüft werden. Beate Terfloth gab im Sommer Zeichenpapieren ihre Freiheit zurück. Ungerahmt wölbten sich diese als Installationen unter ihren beeindruckenden „Graphen“-Linien an den Galeriewänden. Und, und, und …
Auf der PENCILPARTY können Sie von diesen Zeichnern Blätter sehen. Erwartbare gute Zeichenkunst verbindet sich mit der Unmittelbarkeit der Originale. Lassen Sie sich überraschen!
Ausgiebigere Geschichten auf Nachfrage.

Es wird die letzte Ausstellung in der Linienstraße sein. In Kürze werde ich mich aus neuen Räumen zurückmelden.




Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115/Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte, 0176 50257727
Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Information zur nächsten Ausstellung



Ab dem 2. Oktober lade ich Sie ein zu einer

PENCILPARTY
( 30 Jahre - jetzt )

mit Zeichnungen von:

Roger Ackling
Marlies Appel
Eve Aschheim
Curt Asker
Ka Bomhardt
Claudia Busching
Annett Fay
Bernhard Garbert
Jens Hanke
Hanna Hennenkemper
Alexander Klenz
Jürgen Köhler
Una H. Moehrke
Kazuki Nakahara
Eric de Nie
Peter Riek
Dorothee Rocke
Hanns Schimansky
Christiane Schlosser
Sam Szembek
Frank Taffelt
Beate Terfloth
Konrad Wohlhage






Ausstellung - vom 11. Juni 2010 bis zum 24. Juli 2010

BEATE TERFLOTH




175 cm x 195 cm     Detail



GRAPHEN


Ausstellungseröffnung: 11. Juni 2010, 19-21 Uhr 11.6.2010 – 24.7.2010


Beate Terfloth, 1958 in Hongkong geboren, Kindheit in verschiedenen Ländern Asiens und in Angola, studierte an der HdK Berlin bei Johannes Geccelli und der Kunstakademie München bei Günter Fruhtrunk. Nach dem Studium lebt sie sechs Jahre lang in Rom und lehrt vier Jahre lang am National College of Arts in Lahore in Pakistan. Seit 1999 lebt sie hauptsächlich in Berlin und fährt regelmäßig nach Lahore. 2007 organisierte sie “Correspondence” einen Trialog durch Arbeiten von Studierenden in Lahore, Harvard und der HfK Bremen. Seit 2009 ist sie Professorin für Zeichnung und Grafik an der Universität Mozarteum in Salzburg.

Einzelausstellungen (Auswahl)

2009 meet you at the corner, Wandzeichnung, Galerie Kunstwerk, Salzburg
of his bones are corral made, Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart
2007 Terre à l’amande, Grange House, Guernsey, Channel Islands, UK
2006 Chennai New Delhi Gadani Lahore Chilas – Beate Terfloth Drawings, Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart
2004 In großer Angst geschrieben, Separate Media Projekt für zeitgenössische Komposition, Kunst und Tanz. Tafelhalle Nürnberg, BKA Berlin und Neues Museum in Nürnberg
2002 Allah-o-Akbar, basement 11, Galerie Markus Richter, Berlin
Three walls, Galerie i8, Reykjavik, Island und Galerie Michael Zink, München (mit Sabine Funke und Ragna Robertsdottir)
2001 Kreisen, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe und Museum Goch
2000 You are my life, Lakshmi Chawk, Lahore (Pakistan)
1999 Zeichnung heute, Kunstmuseum Bonn (mit Katharina Hinsberg und Andrea Zaumseil)
1994 Alkoven, Kunstwerke, Berlin
Wand/Zeichnung, Akademie der Künste, Galerie am Pariser Platz, Berlin
1991 Beate Terfloth, Kunsthalle Nürnberg
1990 Room/Drawing, Nexus Contemporary Arts Center, Atlanta, Ga.
1988 Beate Terfloth – Grenzsituationen, Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach




Beate Terfloth ist gleichzeitig an verschiedenen Orten zuhause. Zur Zeit pendelt sie zwischen Berlin und Salzburg, wo sie an der Universität Mozarteum Professorin für Zeichnung ist, und Lahore, wo sie am Masters Program des National College of Arts lehrt. Während ihres Studiums an der Hdk Berlin verbrachte sie die Semesterferien in der Kunstszene von Lahore und dem National College of Arts und studierte in zwei damals zueinander widersprüchlichen Kunstdefinitionen. To speak another language enables you to recognize the limitations of your own. sagt Mark Tully in Something Understood im BBC am 30.05.2010. Beate Terfloths Arbeit befragt diese Sprach- und Wahrnehmungsgrenzen.

Im Sommer 2009 kommt sie im abseits gelegenen, ruhigen Atelier in Berlin ins intensive Zeichnen. Eine junge Mathematikerin hatte sie mit Blättern voller ungelenker zeichenhafter Gebilde künstlerisch herausgefordert – es waren Versuche der Forscherin, sich mit einem Abbild von etwas Unabbildbarem (nämlich rein Abstraktem) zu nähern, um es begreiflicher zu machen. Auf den ersten Blick wird für jeden Betrachter deutlich: Hier ist kein fließender Denkprozess ablesbar, sondern ein aneinander gereihtes Erkennen linear addiert. Beate Terfloth, die in ihrer Arbeit immer wieder auf abstrakte Raum/Zeitliche islamische Ornamente zurückgreift, ist fasziniert von der Komplexität dieser zeichnerischen Versuche und erkennt ornamentale Grundmuster durch Nachzeichnen und gleichzeitig damit verbundenem Nachsinnen. Sie nähert sich dem verborgenen, tiefen Natur- und Gedankengehalt an und übersetzt den Denkprozess in ihre eigene Sprache: sichtbares Verlebendigen von schon Gedachtem. Beate Terfloth nimmt die Linien in ihrem Verlauf auf, erspürt ihr Potenzial und monumentalisiert ihn. Beim Zeichnen legt sie ein Papierblatt willkürlich an das andere; unterschiedlich in den Weißtönen und im Format. Verspannte, kristallin anmutende Liniengebilde entstehen, die das forschende Denken und sein Aufzeichnungsmaterial (vier Farbstifte und ökologisches A4 Papier) in ein Zueinander von Papieren und Linien im Raum übersetzen. In der Installation der Künstlerin an der Wand der Galerie entwickeln die Papiere ein eigenes Zueinander. Da diese Blätter nicht flach zweidimensional in Rahmen gepresst sind, können sie sich wölbend oder aufflatternd im konkreten Raum bewegen und räumliches Denken provozieren.

Beate Terfloth war, trotz ihrer jahrelangen Aufenthalte in Rom und Pakistan, seit 1979 auch immer wieder in Berlin anwesend. Ihr Atelier am Käutzchensteig ist von märkischer Natur umgeben. Außenwelt und Innenwelt sind dort durch ein riesiges Fenster getrennt. Es scheint ein guter Ort für Zurückkommen und Verweilen (Berlin–Salzburg–Berlin) zu sein und ein Komplementär zu den Kunstzentren in Berlin-Mitte. Auf dem Fensterbrett des Ateliers liegen seit Langem hauchdünne Baumborkenblätter ausgebreitet. Hier versammelt, sind sie Symbole für flexible Veränderungen; in zwischenzeitlichen Stadien scheinen die Rinden fremder Haut zu gleichen. Sie boten Beate Terfloth, die bekannt ist für ihren sparsamen Einsatz von Linien, Anlass für eine überraschend dichte, kleine Zeichnungsserie mit farbigen Überlagerungen: akribisches Beobachten, Nachzeichnen und farbiges Verdichten, gefolgt vom Aufschlüsseln veränderter Abschnitte, um in den Schwingungszuständen Topografisches zu finden.

Neben dieser Ortung erkundet sie im Februar 2010 in Lahore die zeichnerische Übersetzung des Übergangs nach Außen, den das Fenster ihrer Wohnung bildet. Innen- und Außenraum, das Äußere und das verdeckte Innere sind starke Gegensätze in Pakistan. Hier sind eine verstaubte Scheibe, in der sich die Sonne bricht, ein Moskitonetz und ein ornamentales Gitter Schichtungen dieses Grenzübergangs.

Dem Betrachter ihrer verschiedenen Arbeitsgruppen erschließt sich oft nicht sofort, was ist offen, was ist geschlossen, was führt über Bildgewissheit hinaus. Eigene Sicht muss mobilisiert werden.



Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel 030/25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Ausstellung - vom 05. März 2010 bis zum 17. April 2010


UNA H. MOEHRKE








Die Ausstelung läuft vom 05.03.2010 bis zum 17.04.2010








H. FRANK TAFFELT



Una H. Moehrke, 1953 geb. in Hannover, studierte Freie Malerei an der UdK Berlin und Kunstgeschichte an der FU Berlin; seit 1994 Professur an der Burg Giebichenstein in Halle. Einzelausstellungen (Auswahl): Sprengelmuseum Hannover, „Kein Blatt wie das andere“, 1984; Neuer Berliner Kunstverein und Overbeckgesellschaft Lübeck, „Narziß und die Kunst – Liebe“, 1987; Fassbender Gallery, Chicago, „Drawings“, 2000; Kunstverein Unna, „Interfacial Self“ 2001; Märkisches Museum, Berlin, 2005 und Kunstverein Leipzig, 2006; „erscheinen und verschwinden“; Schloss Wiepersdorf und Gleimhaus Museum Halberstadt „ Präsenz und Repräsentanz“, 2001, 2007; Museum Abtei Liesborn, Städtische Galerie Schloss Wolfsburg, 2008,2009, „Weiß sehen, Bleistift, Buntstift & so weiter“. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und Halle.

Una H. Moehrke lernte ich zunächst als Zeichnerin kennen. Auf weißen Papieren höhen Bleistiftspuren, zeichenhafte Fragmente des Alltäglichen und collageartige Überlagerungen ein weit flutendes Weiß. In ihrem Arbeitsraum hat sie die Wände vor Kurzem mit Bleistift bezeichnet. Sie folgt spontan dem ästhetischen Reiz der Grafitlinien bis unter die Decke. Ihre Linien verdichten sich rhythmisch strukturiert und laufen irgendwo im Weiß der Wand ins Nichts. Auch im Maleratelier nebenan erklimmen ihre Bleistiftlinien die Wände – ein installatives Zeichnen, das Moehrke mit farbig verdichteten Markierungen reizvoll austastet. Mit großem Selbstverständis behaupten sich kleine, farbige Leinwandbilder in der Wandzeichnung. Die neuen großformatigen Bilder, die Una H. Moehrkes zum Zeigen hervorholt, übertönen sofort den Zauber der zart wachsenden Lianen an den Atelierwänden durch kräftig aufleuchtende Farbtöne. Wie beim Regenbogen wollen die Augen diesem Phänomen folgen. Una H. Moehrkes klares Farbenspiel verführt zum Einstieg in eine offene, nicht nur leicht daherkommende Welt von Lichtfarben. Diese scheinen ein unabhängiges Leben zu führen. Die Künstlerin weicht ihren Erfahrungsmustern beim Weitermalen aus. Zunächst ist das, was die Zeichnerin und Malerin sich jetzt gestattet, herausfordernd und zugleich für den Moment eine Art Triumph der Farbe.


H. Frank Taffelt,, 1955 geb. in Bautzen; 1974–80 Studium der Klinischen Psychologie an der Humboldt Universität zu Berlin; intensives Zeichnen seit 1980; lebt und arbeitet in Berlin. Ausstellungen: Kunstfaktor, Berlin, „Schweizer Blätter“, 2000, (mit Stefan Kreide ); Galerie Inga Kondeyne, Berlin, 2008‚ „Bleistiftkonzert“.

Von H. Frank Taffelt zieht eine Werkgruppe, die 30 übermalte Postkarten umfasst, im Nebeneinander als weiterführender Strich über die Wände des ersten Galerieraums. Es ist eine Auswahl aus 135 Karten. Fast immer hat der Künstler ein Quadrat, mitunter auch zwei, über das jeweilige Motiv der rechteckigen Karten gezeichnet. Er trägt in Strichlagen eng aneinandergesetzte schwarze Kugelschreiberlinien in mehreren Schichten übereinander auf die bedruckten Oberflächen, bis sie eine durchdichtete Form erhalten. Diese erscheint letztendlich als metallisch, kupfern leuchtende Haut. Sie führt optisch in sphärische Ausdehnungen. Das Postkartenmaterial, es stammt aus dem angesammelten Fundus des Zeichners und verschiedenen Aufenthalten an Orten, wie Venedig, Warschau, Pruno oder Wandlitz. Zu seinem Konzept gehört nach dem Überzeichnen die Selbstzuschickung. Seine Bildpostkarten tragen die Reibungsspuren des Postweges und die Fingerabdrücke der Postzusteller.

Feine Unterschiede in der Reflexion sind zwischen den aufgereihten, ausgestellten Arbeiten erkennbar. Geprägt werden diese durch den tagesbestimmten Auftrag und den Widerstand der Materialoberfläche. Als Betrachter überblickt man im Nacheinander des Abschreitens einen neuen präsenten Zeitablauf. Die dunklen Quadrate leuchten im Licht auf, sie geraten im Zueinander in optische Schwingungen. H. Frank Taffelts Bildlicht provoziert individuelle Sehweisen. Die kleinen ,Reise-Ikonen‘ entstanden neben seiner 53-teiligen „Wochenserie 2009“ und seinen begonnenen „Monatsarbeiten 2010“ – verdichtete ,Ikonen‘ als Gegenüber im quadratischen Format von 84 x 84 cm, gestrichelt in vier Schichten mit schwarzem Kugelschreiber.




Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel +49 30 25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Neue Online-Ausstellungsräume...

Unter www.kunstmatrix.com haben Sie die Möglichkeit sich die Zeichnungsausstellungen 2009 der Galerie Inga Kondeyne in einem Raum virtuell anzusehen. An der Ausstellung "...eine audiotour durch Berlin von Karin Sander" in der Temporären Kunsthalle Berlin sind Aufnahmen von Jens Hanke, Bernhard Garbert, der über die 'Rote Schleife' spricht und Hanns Schimansky 'ich singe jetzt' (Telefonaufnahme) bis zum 10.1.10 zu hören.




Ausstellung - vom 20. November 2009 bis zum 09. Januar 2010


SAM SZEMBEK








Die Ausstelung läuft vom 20.11. 2009 - 09.01.2010








HANNA HENNENKEMPER



Hanna Hennenkemper, 1974 in Flensburg/Schleswig-Holstein geboren, 1998-2001 Grafikklasse der Muthesiusschule/Hochschule für Bildende Kunst in Kiel, zunächst bei Ekkehart Thieme, anschließend bei Uwe Meyer-Weitmar, zusätzliches Zeichenstudium bei Barbara Camilla Tucholski, 2001 Wechsel an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee zu Hanns Schimansky, Gründung der Künstlergruppe „Tennis-Elephant“, Gründungsmitglied der Projektgalerie „Andreas Wendt“, 2007-2008 Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Halle/Saale, Fachbereich freie Kunst/Grafik, Arbeitsstipendium der Aldegrever-Gesellschaft Münster für die Werkstatt Kätelhöhn/Westfalen, 2006 und seit 2008 Lehrauftrag für Druckgrafik an der Kunsthochschule Berlin.

Hanna Hennenkemper ist vielen durch ihre farbig herausfordernden, experimentellen Radierungen bekannt. Darüber hinaus waren ihre zahlreichen, kleinformatigen, poetischen Blei- und Farbstiftzeichnungen selten öffentlich sichtbar. Im Sommer 2009 entstand eine Serie farbiger Zeichnungen im Format 60 x 80 cm, die durch ihre kraftvolle Fülle zum Ausstellen drängt. Der erste Blick auf die Blätter übermittelt sofort: Das sind Hasenohren, Schokoküsse, Löffel, Schwimmwesten und dergleichen. Hanna Hennenkempers Sichtweise ist auf Erkennen gerichtet und zugleich verhüllend - ein bewusstes Spiel mit dem ambivalenten Charakter der Dinge. Die alltägliche Ansicht der Gegenstände in unserer Umgebung stärkt den Glauben an sie; diese vermeintliche Sicherheit eröffnet den Weg zur Poesie der Dinge. Hanna Hennenkemper hat sich einer neuen Beobachtungsperspektive zugewandt - einem rätselhaften, detektivischen und erotischen Begegnen. Auf den alltäglichen Markt der überquellenden Fülle reagiert sie zum einen mit seriellen Aufzählungen oder Doppelungen in ihren Zeichnungen, andererseits fühlt sie sich herausgefordert zu strenger Formung, aus der sie behutsam Körperlichkeit entwickelt. Grüne und blaue Schokoküsse wölben sich als überdimensionale Früchte über verzweigten Linien, oder die „entkleidete“, riesige „Schokolade“ in Rot bietet sich Stück für Stück mit seriell gesetzten Schattenlippen dem optischen Genuss an.


Sam Szembek, 1953 in Memmingen/Iller geboren, hat in Stuttgart von 1974-1976 an der Universität Stuttgart Kunstgeschichte und Philosophie studiert und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart von 1975-1981 Malerei. 1994 Stipendium der Cité Internationale des Arts Paris, 2001 Stipendium am Bemis Center for Contemporary Arts, Omaha/Nebraska. Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg. Lebt in Kirchheim/Teck, Atelier in Ebersbach/Fils. 2007 Stipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel (CH).

Sam Szembek, der klassische Zeichner aus dem Süden Deutschlands, zeigt Arbeiten aus dem Zeitraum von 2008 bis 2009. Wieder baut er mit tiefschwarzen Linien eigene Welten in sich eröffnenden Bildräumen auf. Beim genauen Hinschauen wird sichtbar: Sam Szembeks bevorzugtes Areal - die großen, weißen Papiere - sind neu besetzt. Auserwählte zugeordnete Kohlespuren entstanden aus dem Spannungsfeld des Zeichnens während der vergangenen Monate im Atelier, dem Studio als Gedankenraum, in dem Szembek die tägliche Wiederholung „stupend“, wie er es nennt, pflegt. Die Arbeitstage reihen sich aneinander, tägliche Rituale funktionieren, dann greifen Störungen in die Konzentration ein mit ihrem spannenden Einfluss auf den Rhythmus der Linien in den Zeichnungen. Der Prozess des Setzens und Verwerfens der schwarzen Kohlestriche in ihren Begegnungen untereinander beginnt erneut. Spuren des Zeichnens: Finger-, Untergrund- oder Knetgummiabdrücke schwingen auf weißen Papieren im bevorzugten, in körperlich ausgreifendem Format von 80 x 100 cm mit. Diese Bildformate sind aus Sam Szembeks Sicht - der eines Piloten von Modellflugzeugen - eher klein. Er schult sein Sehen und seine Fingerfertigkeit im Millimeterbereich am Steuerknüppel von Modellflugzeugen. Mit ihrer Hilfe dringt er in den Himmel bis zur Sichtgrenze vor. Als Pilot ist Sam Szembek ein erfahrener Präzisionsarbeiter. Andererseits regt die Modelfliegerei sein abstraktes Denken über Raumverhältnisse an. Die Tiefe des Himmels kann sich niemand vorstellen; aus undefiniertem Raum führt Szembek die Flugzeuge im Landeanflug linear, zielgenau zurück: Spannungsreiche Liniengebilde setzt er präsent als Kohlespur auf das Papier auf.




Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel +49 30 25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Ausstellung - vom 28 August bis zum 27 September 2009


EVE ASCHHEIM








Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag,
dem 28.8.2009, laden wir Sie herzlich ein.

Freitag, 28. August 2009, 19 - 21 Uhr



28. 8. 2009 - 27. 9.2009







KAZUKI NAKAHARA



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Eve Aschheim, 1958 in New York City geboren, studierte an den Universitäten von California, Berkely und Davis. Sie lebt und arbeitet in Manhattan, New York. Die Künstlerin erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, wie z.B. von der Joan Mitchell Foundation, 2008; der New York Foundation for the Arts Fellowship, 1991; der Richard and Hinda Rosenthal Award of the American Academy of Arts and Letters, 1997; Preise der Elizabeth Foundation of Arts, 1997 und der Pollock-Krasner Foundation, 1990 und 2001; der National Endowment for the Arts, 1989. Sie lehrt am Lewis Center der Künste an der Princeton University. Zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, wie z.B. kürzlich im Weatherspoon Museum of Art, Greensboro, N.C.; Lori Bookstein Fine Art, New York City und der Schick Art Gallery, Skidmore College, Saratoga Springs, NY; Judith Rothschild Foundation Contemporary Drawings Collection, Museum of Modern Art, New York.

Anfang 2001 fand in den Galerieräumen am Hackeschen Markt eine Ausstellung in memoriam Rainer Borgemeister statt: "Zeichnungen von Kazimir Malewitsch und Eve Aschheim". Eve Aschheim Überließ einige ihrer Arbeiten dem Hamburger Bahnhof in Berlin zum Gedenken an den Galeristen. Erst jetzt, 2009, erscheint die New Yorker Zeichnerin unangekündigt wieder in der Stadt; eine Folge neuer Zeichnungen ist nun in der Galerie in der Linienstraße zu sehen.

Eve Aschheim hat ihren Platz als Zeichnerin innerhalb der abstrakten Kunst Amerikas seit den 90er Jahren in New York gefunden. Ihre bevorzugten kleinen Formate für die Arbeit sind in diesem Zusammenhang irritierend. Allerdings entwickeln diese kleinformatigen Zeichnungen auf dem WeiÜ der Wände Überraschende Monumentalität. Schon in Aschheims Anfängen charakterisieren Verschränkungen von Räumen und deren Überraschende Öffnung in Zwischenräumen ihre Zeichnungen. Sie bedient sich einfacher zeichnerischer Elemente, um komplexe Strukturen im perspektivischen Bildraum aufzubauen, und destabilisiert sie gleichzeitig wieder. Alles scheint unter der geschichteten, durchlässigen Oberfläche zu schweben. Winzige Spuren, subtile Abstufungen im Weiß oder Schwarz erregen Aufmerksamkeit und ziehen mitunter elementare Veränderungen nach sich. Beim Betrachten vermittelt sich ein langsames, unendliches Wogen von Blatt zu Blatt, verbunden mit meditativer Stille. Das Zeichnen ist Aschheims Möglichkeit, auf die Umwelt und den Zustand des Geistes der Metropole New York zu reagieren. In den Zeichnungen ist darüber hinaus Sehnsucht spürbar, ein Traum davon, irgendwo anders zu sein - vielleicht im fernen Europa, in Berlin?


Kazuki Nakahara, 1980 in Kagawa, Japan, geboren, studierte von 2000 bis 2005 an der Yokohama City University und 2003/04 an der Universität in Wien, seitdem ist er Student an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Beteiligungen an Ausstellungen: Haus der Kunst München, kuratiert durch die münchener secession, München; „sen 2008“, galerie parterre, Berlin; „The 58th KEISEI Exhibition (calligraphy)“, Tokyo Metropolitan Art Museum, Tokyo; „Kazuki Nakahara - Zeichnungen und Radierungen“ (Einzelausstellung), Q-CLUB, Berlin; „Bleistiftkonzert“, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; „Prolog 4“, galerie parterre, Berlin; „Zeichenklasse Plus (Schimansky)“, galerie parterre, Berlin.

Kazuki Nakahara kommt aus der Zeichenschule von Hanns Schimansky. Der gebürtige Japaner erschien 2005 in Berlin, um eigens bei Schimansky zu studieren. Geprägt von der Tradition seiner Familie - Nakaharas Vater ist Kalligraph - eroberte er sich zeichnend europäische Kunst. Schon bald formte er mit beeindruckend genauen Bleistiftstrichen oder Tuschlinien unbeachtete, allt?gliche Zeichen auf weiße Papiere. Zunächst waren es Überdimensionale Zahnbürsten, die im abstrakten Raum tanzten; später erfand er die Mädchenfrisur mit den streng gebundenen, kurzen Zöpfen neu für seine Zeichnungen: Gescheiteltes Haar, an zwei Seiten festgezurrt, wird ein typisches Bildsymbol Kazuki Nakaharas, das er in zahlreichen Variationen frei schwebend in Familienauftritten oder als Einzelform untersucht. Auf jetzt großformatigen, auf dem Fußboden liegenden Papieren zieht er meditativ seine Kreise - Strich für Strich. Nakaharas streng kontrollierte, gebundene Linien, seine Kugelformen, formen sich in unserer Fantasie zu Billardtischen, auf denen um den Scheitel-Award gespielt wird, ziehen über unsere Fensterbretter hinaus und werden zu magischen Himmelskörpern.





English Version:

Eve Aschheim, born in 1958 in New York City, studied at the Universities of California, Berkeley and Davis. She lives and works in Manhattan, New York. Grants and awards, e.g. The Joan Mitchell Foundation, 2008, the New York Foundation for the Arts Fellowship, 1991; the Richard and Hinda Rosenthal Award of the American Academy of Arts and Letters, 1997; as well as awards from the Elizabeth Foundation for the Arts, 1997, and the Pollock-Krasner Foundation, 1990 and 2001, The National Endowment for the Arts, 1989. She is Senior Lecturer in Visual Arts in the Lewis Center for the Arts at Princeton University. Her work has been exhibited at museums and galleries nationally and internationally. Aschheim's most recent solo exhibitions were held at the Weatherspoon Museum of Art, Greensboro, N.C., Lori Bookstein Fine Art, New York City and the Schick Art Gallery, Skidmore College, Saratoga Springs, NY. A group of Aschheim's drawings are part of the Judith Rothschild Foundation Contemporary Drawings Collection, recently donated to the Museum of Modern Art, New York.

In early 2001 a memorial exhibition for Rainer Borgemeister titled "Drawings by Kazimir Malewitsch and Eve Aschheim" was held in the gallery spaces at Hackescher Markt. Eve Aschheim left some of her works to the Hamburger Bahnhof in Berlin in commemoration of the gallerist. It's only now in 2009 that the New York artist is returning to the city and a series of new drawings is being shown in the Linienstraße gallery.

In the nineties, in New York, Eve Aschheim established herself in the realm of American abstract art through her drawing. In this context, the small formats that she prefers to use seem unusual. However, on the white of the gallery walls, the small drawings appear surprisingly monumental.

Since her early works, the interlacing of spaces and their transitions has characterized her drawings. She employs simple drawing elements to build up and simultaneously destabilize complex structures in her perspectival space. Everything seems to float under the layered, permeable surface. Tiny traces, subtle gradations in white or black, command attention and instigate visual adjustments. A slow, infinite resonance communicates from sheet to sheet invoking a meditative silence. Drawing is Aschheim's way of reacting to the environment and spirit of New York. The drawings also reveal traces of a longing, a dream of being somewhere else - perhaps in distant Europe, in Berlin?


Kazuki Nakahara, born in 1980 in Kagawa, Japan studied from 2000?2005 at the Yokohama City University, 2003/04 at the University in Vienna. He has been a student at the Berlin-Weißensee School of Art since then. Nakhara's most recent group exhibitions were held at the big art exhibition in Haus der Kunst Muenchen curated by muenchener secession, Muenchen; Gallery Parterre "sen 2008",Berlin;Tokyo Metropolitan Art Museum "The 58th KEISEI Exhibition (calligraphy)", Tokyo; Q - CLUB "Kazuki Nakahara - Drawings and etchings" (solo exhibition), Berlin, Galerie Inga Kondeyne "Bleistiftkonzert", Berlin; galerie parterre "Prolog 4", Berlin; galerie parterre "Zeichenklasse Plus (Schimansky)", Berlin

Kazuki Nakahara is a graduate of Hanns Schimansky's school of drawing. Born in Japan, he came to Berlin in 2005 to study with Schimansky. Shaped by his family's tradition - his father is a calligraph - he has found a place in European art. With impressively precise pencil lines or ink strokes, he began making intuitive depictions of familiar objects on white paper. First they were oversized toothbrushes that danced in abstract space; later he reinvented the typical young girl's hairstyle - tightly bound, short pigtails. Parted hair tied tightly on both sides is one of Kazuki Nakahara's typical motifs which he investigates in many variations, sometimes floating freely in groups or as an individual form. Now, on large format paper placed on the floor, he meditatively makes circles, stroke by stroke.Nakahara's strictly controlled, linked lines and his spherical shapes, can be transformed in one's fantasies to billiard tables on which the "Parting-Award" is played for, they sweep out over our window sills and become magical heavenly bodies.



Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel +49 30 25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de









Umbau der Internetpräsens

Sehr geerhte Besucher, in den nächsten Tagen wird es ein paar Umbauarbeiten geben, wir bitten daher kleinere Fehler zu entschuldigen. Planmäßig sollte aber kaum etwas zu bemerken sein.




28. August 2009 Eröffnung der Zeichnungsausstellung:

1. August bis 24. August 2009 Sommerpause

28. August 2009 Eröffnung der Zeichnungsausstellung:

Eve Aschheim, New York



Kazuki Nakahara, Berlin





bis 1. August zusätzlich zur Sommerausstellung der Galerie Marianne Grob

Galerie Inga Kondeyne

Künstler der Galerie: Roger Ackling, Eve Aschheim, Curt Asker, Ka Bomhardt, Bernhard Garbert, Hanna Hennenkemper, Jürgen Köhler, Eric de Nie, Ronald Norman, Dorothee Rocke, Peter Riek, Christiane Schlosser, Hanns Schimansky, Sam Szembek, Konrad Wohlhage

bis 1. August zusätzlich zur Sommerausstellung der Galerie Marianne Grob

Deck 4 : Radierungen und Zeichnungen von Hanna Hennenkemper






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